Von: apa
Cornelia Hütter hat am Samstag den Sieg in der Weltcup-Abfahrt in Val di Fassa nur um 1/100 Sekunde verpasst. Erste war wie am Vortag und erneut mit dem knappest möglichen Vorsprung die Italienerin Laura Pirovano, für die es die ersten Erfolge im Weltcup sind. Die Schweizerin Corinne Suter landete an der dritten Stelle (+0,05). Vier Athletinnen inklusive Hütter haben nun noch die Chance, sich im letzten Saisonrennen die Abfahrtskugel zu holen.
Nicol Delago avancierte zur zweitbesten Athletin ihrer Mannschaft (9./+1,03), nur zwei Hundertstel dahinter reihte sich Sofia Goggia ein (11./+1,05). Für Nadia Delago reichte es zum 17. Rang (+1,24).
“Die Hundertstel bei Olympia waren auf meiner Seite. Den Hundertstel darf man nie nachtrauern, die kommen und gehen, wie sie wollen. Das passt so”, sagte Hütter, die am Vortag nach zwei kleinen Fehlern Fünfte geworden war. “Ich bin sauberer auf der Linie geblieben, das Material hat mich angeschoben. Ich wusste im Ziel, es wird hart, dass man mich da heute noch knacken kann. Es ist knapp, aber das ist Rennfahren, das macht Spaß.” Der zweite Platz tue gut, denn sie habe den Drive in dieser Saison nicht bekommen, es sei immer ein Auf und Ab gewesen. “Cool, dass ich wieder auf dem Stockerl stehen kann.”
Es ist bisher eindeutig die Woche von Pirovano, deren erste Podestränge auch gleich Siege sind. “Unglaublich, zwei Siege, die ersten Podiums und beide mit 1/100, das ist verrückt. Ich war oft nicht so glücklich, jetzt ist alles zurückgekommen”, sagte die 28-Jährige.
Im Abfahrtsweltcup geht es vor dem letzten Saisonrennen knapp her. Es führt nun Pirovano mit 28 Zählern Vorsprung auf die Deutsche Emma Aicher, die am Samstag nur Zwölfte wurde, 85 auf deren Landsfrau Kira Weidle-Winkelmann (Tagesfünfte) und 92 auf Hütter. “Viel wird nicht mehr gehen, aber ich will einen würdigen Saisonabschluss für mich machen”, meinte die Steirerin. Die verletzte US-Amerikanerin Lindsey Vonn verlor ihre Führung und ist nun Dritte. Im Gesamtweltcup hat die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin noch 117 Zähler Vorsprung auf Aicher.
Super-G in Val di Fassa letztes Speedrennen vor Finale
Am Sonntag steht zum Abschluss noch ein Super-G auf dem Programm. “Ich weiß, dass ich alles beieinander habe, das habe ich bei Olympia gezeigt. Wenn ich alles runterbringe, wie ich es im Kopf drinnen habe, dann passt das auch”, meinte Hütter, die Bronzemedaillengewinnerin von Cortina. “Die Piste ist perfekt, ich fühle mich auf diesen Verhältnissen gut, ich will noch einmal attackieren und nicht zurückziehen, einfach Vollgas”, meinte Rädler.




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