Von: apa
Anastasia Potapova hat am Mittwoch die dritte Runde der mit 63,42 Mio. Euro dotierten Australian Open erreicht. Die Neo-Österreicherin, die ihr erstes Tennis-Grand-Slam-Turnier für ihr neues Heimatland bestreitet, bezwang in Melbourne die höher eingestufte Britin Emma Raducanu nach 92 Minuten 7:6(3),6:2. Potapova trifft nun am Freitag im Kampf um das Achtelfinale auf die topgesetzte Aryna Sabalenka aus Belarus. Sabalenka hatte die Chinesin Bai Zhuoxuan 6:3,6:1 abgefertigt.
Mit Julia Grabher spielt am Donnerstag eine zweite Österreicherin um den Einzug in die dritte Runde des ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres: Die Vorarlbergerin trifft im zweiten Spiel nach 01.00 Uhr MEZ auf die als Nummer 31 gesetzte Russin Anna Kalinskaja.
Nervöser Start beider Spielerinnen
“Ich bin sehr glücklich über den Sieg. Ich war im ersten Satz sehr nervös, ich glaube, Emma ist es genauso gegangen”, rekapitulierte Potapova. Nach fünf Breaks en suite gleich zu Beginn, sei es die Frage gewesen, wer zuerst die Nerven bewahrt und seinen Aufschlag durchbringt. “Meine Mentalität ist eine der wenigen Sachen, auf die ich mich wirklich verlassen kann.”
Potapova geriet zunächst nach nicht weniger als fünf Breaks in Folge mit 2:4 in Rückstand. Bei 4:5 gelang ihr aber mit dem Rücken zur Wand das Rebreak zum 5:5. Im Tiebreak setzte sich Potapova mit dem ersten Satzball durch. Im zweiten Durchgang ging die 1,75 m große Rechtshänderin, deren Großmutter einst russischer Nationalteamcoach im Tennis war und die die Enkelin zum Tennis brachte, rasch mit 3:0 in Führung. Trotz eines Serviceverlusts zum 3:1 waren die Weichen zum Sieg über die Ex-US-Open-Siegerin gestellt, Potapova verwertete ihren zweiten Matchball.
Mit gebrochenem Finger gegen Nummer 1 der Welt
Gegen Sabalenka hat Potapova, die in Melbourne übrigens mit einem gebrochenen linken Zeigefinger spielt, die bisherigen zwei Duelle glatt verloren und nur sieben Games gemacht. Zu einem weiteren Aufeinandertreffen konnte sie angeschlagen nicht antreten. “Sie ist eine gute Freundin, ich mag sie sehr. Jedes Mal, wenn ich gegen sie spiele, lerne ich etwas Neues und sehe etwas, woran ich arbeiten muss”, verriet Österreichs Nummer eins. “Ich habe nichts zu verlieren. Ich bin in der dritten Runde, ich habe einen gebrochenen Finger und ich habe immer noch Spaß am Tennis. Ich versuche, es zu genießen und gutes Tennis zu zeigen.”
Der Zustand des Fingers habe sich nicht verändert. “Nichts wird sich im nächsten Monat ändern, glaube ich. Es ist nur ein gebrochener Knochen, man kann nur warten.” Potapova steht zum siebenten Mal in einer dritten Major-Runde, ihr bisher größter Erfolg war das Achtelfinale bei den French Open 2024.




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