Anastasia Potapova behielt die Oberhand

Potapova nach Zweisatzsieg über Tagger im Linz-Halbfinale

Freitag, 10. April 2026 | 22:09 Uhr

Von: apa

Anastasia Potapova hat den rot-weiß-roten Tennisschlager beim WTA-500-Turnier in Linz gegen Lilli Tagger für sich entschieden. Die Neo-Österreicherin gewann die Viertelfinalpartie 7:6(7),6:0 und trifft im Halbfinale auf die Kroatin Donna Vekic, die sich gegen die Tschechin Karolina Pliskova 7:5,6:4 durchsetzte. Für Tagger war hingegen bei ihrem ersten Linz-Auftritt in der Runde der letzten acht Endstation, freuen darf sie sich über ihren erstmaligen Einzug in die Top 100.

“Ich war sehr fokussiert, das war der Schlüssel. Ich habe nur von Punkt zu Punkt gedacht, auch wenn nicht immer alles geklappt hat. Ich bin froh, dass mir das gelungen ist”, sagte Potapova im Siegerinterview auf dem Platz. Ihre Teamkollegin, mit der sie zu Wochenbeginn noch im Doppel angetreten war, zeigte sich naturgemäß enttäuscht. “Natürlich ist es sehr schade. Der erste Satz war recht knapp, den habe ich mir fast ein bisschen selber verspielt. Schade um den zweiten, da habe ich mich vielleicht fast ein bisschen einschüchtern lassen. Aber das gehört dazu, man lernt davon”, meinte Tagger im ORF-TV.

Umkämpfter erster, schneller zweiter Satz

Potapova startete stark ins Österreicherinnen-Duell, nahm ihrer 18-jährigen Kollegin zum Auftakt zu Null das Service ab und hielt sich bei ihrem ersten Aufschlagspiel schadlos. Tagger kam langsam ins Match, beim Stand von 3:4 schlug die Osttirolerin zurück und glich mit einem Break aus. Mit 5:4 ging die nun deutlich aktivere Tagger erstmals in Führung, ließ im Anschluss aber Gelegenheiten auf Satzbälle liegen. Die Entscheidung fiel daher im Tiebreak: Dort führte der Teenager schnell mit 4:1, doch Potapova schlug zurück und hatte bei 6:5 bzw. 7:6 Satzbälle. Diese wehrte Tagger noch ab, ein Vorhandfehler brachte schließlich die gebürtige Russin nach einer Stunde mit 1:0 in Front.

Im zweiten Satz ging es dann deutlich schneller: Während Tagger zwei Breakbälle zu Beginn ungenutzt ließ, knöpfte Potapova ihrer Gegnerin gleich dreimal das Service ab und machte nach 1:35 Std. mit 6:0 den Satz und damit das Match zu. Sie ist die erste Österreicherin in einem Linz-Halbfinale seit 1997 und kletterte im Ranking bereits mehr als 30 Plätze nach oben auf Position 65. “Ich bin sehr stolz auf mich heute. Ich mag Lilli sehr, ich glaube, sie hat eine große Zukunft vor sich. Das war erst das erste von vielen Spielen, die wir noch gegeneinander bestreiten werden. Ich wünsche ihr viel Glück”, sagte Potapova.

Sie wahrte damit die Chance auf ihren zweiten Linz-Titel, die 25-Jährige hatte 2023 – damals noch für Russland startend – in der Stahlstadt den Siegerscheck kassiert. Auch Tagger darf positiv bilanzieren: Mit Paula Badosa (ESP) und Ljudmila Samsonowa (RUS-3) besiegte sie zwei namhafte Gegnerinnen, erreichte durch den Platz in den Top 100 das Hauptfeld der French Open und gab ein weiteres Versprechen für die Zukunft ab. “Das war das Ziel. Das ist ein Meilenstein, den wir erreicht haben. Aber es gilt jetzt, von dem Match zu lernen”, so der Jungstar.

Linzer Nummer eins im Halbfinale

Das zweite Halbfinale bestreiten unterdessen die topgesetzte Mirra Andrejewa aus Russland und die Rumänin Elena-Gabriela Ruse. Die 18-jährige Andrejewa besiegte Sorana Cirstea aus Rumänien nach hartem Kampf mit 7:6(4),4:6,6:2. Ruse hatte davor im ersten Viertelfinalduell des Tages die an Nummer vier gereihte Lettin Jelena Ostapenko mit 4:6,6:4,6:1 eliminiert.

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