Hannah Prock durfte in Winterberg erneut jubeln

Prock und Müller rodeln in Winterberg zum Sieg

Samstag, 10. Januar 2026 | 16:45 Uhr

Von: apa

Österreichs Rodler haben beim Weltcup in Winterberg mit Einsitzer-Siegen durch Hannah Prock und Jonas Müller zugeschlagen. Für beide war es der jeweils zweite Saisonsieg im Olympiawinter. Müller gewann vor dem Deutschen Felix Loch und seinen beiden Landsmännern Nico Gleirscher und Wolfgang Kindl. Prock setzte sich mit Laufbestzeit in beiden Durchgängen 0,087 Sekunden vor der deutschen Weltmeisterin Julia Taubitz durch.

Die 25-jährige Tirolerin eroberte zwei Punkte vor der deutschen Titelverteidigerin auch das Gelbe Trikot der Gesamtführenden zurück. Müller liegt indes einen zarten Zähler hinter Loch zurück und outete sich als Winterberg-Fan. “Ich habe hier meinen ersten Podestplatz geholt. Die ganze Woche war ziemlich gut. Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg”, sagte Müller, der bereits im Vorjahr mit Streckenrekord in Winterberg gewonnen hatte.

Nach dem ersten Lauf hatten Österreichs Männer durch Müller, Nico Gleirscher und Kindl gar auf einen Dreifachsieg zugesteuert. Doch der viertplatzierte Loch setzte das ÖRV-Trio mit Laufbestzeit unter Druck. Gleirscher musste den Deutschen um den Hauch von zwölf Tausendstel vorbeiziehenlassen. Müller brachte eine Zehntel seiner knapp drei Zehntel Vorsprung ins Ziel. Olympiasieger David Gleirscher wurde Siebenter.

Prock feierte erneut in Winterberg

Prock hatte bereits Anfang Dezember, als der Weltcup erstmals in dieser Saison im deutschen Hochsauerland Station gemacht hatte, überzeugt. 34 Tage nach ihrem ersten Weltcupsieg am 7. Dezember doppelte die Tochter von ÖRV-Verbandspräsident Markus Prock auf derselben Bahn nach. “Ich war ein bisschen nervös am Beginn der Trainingswoche, bin dann aber ruhiger geworden”, erklärte Prock. “Heute war ich entspannt, das Rodeln hat Spaß gemacht.”

Ihr Vater hat in seiner Karriere zehnmal den Gesamtweltcup gewonnen sowie mit Silber 1992 und 1994 sowie Bronze 2002 insgesamt drei Olympia-Medaillen. Hoffnung auf Edelmetall darf sich in der aktuellen Form bei den Winterspielen in einem Monat in Cortina auch Hannah Prock machen. Ihre Landsfrau Lisa Schulte rodelte mit 0,430 Sekunden Rückstand auf Rang vier.

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