Von: apa
Der Olympiasieger in der Biathlon-Verfolgung der Männer heißt Martin Ponsiluoma. Der Schwede holte sich am Sonntag in Antholz sein erstes Olympia-Gold nach einem Fehlschuss im 12,5-km-Rennen und das erste für sein Land seit 16 Jahren. Er gewann 20,6 Sekunden vor dem Norweger Sturla Holm Laegreid (2 Fehlschüsse) und 29,7 vor dem lange führenden Franzosen Emilien Jacquelin (3). Das Österreicher-Trio schaffte es nicht in die Top 30 und fehlt im Massenstartrennen.
Der zweifache Verfolgungs-Weltmeister Jacquelin vergab seine Goldchance im überhasteten, letzten Stehend-Schießen mit zwei Fehlern und wurde auch noch von Laegreid überholt. Ponsiluoma, der nach der Verfolgung als Siebenter ins Rennen gegangen war und den nur wenige als Goldkandidaten gesehen hatten, traf hingegen seine letzten fünf Schuss. Er holte nach Massenstart-Silber 2022 seine zweite Olympia-Medaille. “Jetzt gerade ist es schwer zu verstehen, was ich geschafft habe. Ich werde wohl erst am Abend wissen, was für ein Superrennen das war”, erklärte der Olympiasieger und wusste es doch schon: “Ich kann es nicht besser: Ich habe schnell und gut geschossen und bin gut gelaufen. Es war auf der letzten Runde hart, aber es war schön (als Erster, Anm.), über die Ziellinie zu kommen.”
Bester Österreicher des qualifizierten Trios war “Oldie” Simon Eder, der acht Tage vor seinem 43. Geburtstag nach 3 Fehlschüssen knapp drei Sekunden unmittelbar vor Fabian Müllauer 36. wurde. “Ich glaube, es war ganz okay, zehn Plätze gut gemacht. Leider habe ich beim Stehendschießen ein bisserl gezaubert. Das hat verhindert, dass es weiter nach vorne gegangen wäre”, sagte Eder. Er schraubte bei seinen bereits fünften Olympischen Spielen übrigens seine Anzahl an Olympiarennen auf 26 und zog mit Biathlon-Legende Ole Einar Björndalen (NOR) gleich. Patrick Jakob verpatzte als dritter ÖOC-Mann eine bessere Platzierung schon beim zweiten Liegendschießen mit drei Fehlern und wurde nur 55.




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