Von: ka
Bruneck – Nach der langen Olympiapause nimmt die Meisterschaft wieder Fahrt auf: Zum Auftakt empfängt der HCP in Bruneck die Teufel aus Székesfehérvár. Die Ungarn kämpfen derzeit um die Plätze sieben bis zehn und damit um eine gute Ausgangsposition für die Pre-Playoffs. Bei den Wölfen kehren sowohl der zuvor verletzte Lipon als auch der in Mailand erkrankte Lauridsen ins Lineup zurück; Ierullo muss hingegen als überzähliger Spieler auf die Tribüne.
Die Gäste erwischen den besseren Start und gehen gleich mit dem ersten Angriff in Führung: Ein Schuss von Messner wird von Zanatta geblockt, Erdely schnappt sich den Rebound und trifft zum 0:1 (1. Min.). Kurz darauf erhalten die Wölfe ihre erste Powerplay-Chance und setzen Fehérvárs Goalie Reijola mit mehreren Schüssen unter Druck – der schnelle Ausgleich bleibt jedoch aus. Der HCP bleibt im Anschluss spielbestimmend und erspielt sich zahlreiche Möglichkeiten, doch Rueschhoff (5.), Lobis (10.), Glira (11.) und erneut Lobis (15.) scheitern allesamt am glänzend aufgelegten Gäste-Schlussmann. Eddie Pasquale auf der Gegenseite wird nur einmal ernsthaft geprüft, als Erdely nach einem 2-auf-1-Konter frei zum Abschluss kommt (11.). Kurz vor der ersten Drittelpause werden die Hausherren schließlich für ihre Bemühungen belohnt: Blum bedient im Slot Purdeller, der eiskalt bleibt und präzise zum 1:1-Ausgleich einschießt (19. Min.).

Im zweiten Drittel agieren die Wölfe zunächst ausgesprochen passiv. Fehérvár hat deutlich mehr Scheibenbesitz, kann daraus jedoch kein Kapital schlagen. Lediglich bei einem gefährlich abgefälschten Schuss von Stajnoch muss sich Pasquale strecken (25.). Etwa zur Mitte des Abschnitts gelingt es dem HCP, sich einmal länger in der Offensivzone festzusetzen; ein sehenswerter Abschluss von Blum verfehlt das Tor jedoch knapp (29.). Besser machen es die Gäste im direkten Gegenzug: Kiss legt quer auf Erdely, und die Nummer 36 der Ungarn vollendet per bilderbuchreifem Onetimer zum 1:2 (29. Min.). Nach dem erneuten Rückstand erhöhen die Wölfe das Tempo etwas und kommen durch Bowlby (34.) und Bardreau (35.) zu guten Ansätzen, bleiben jedoch ohne zählbaren Erfolg. Kurz vor Drittelende muss Kiss nach einem hohen Stock für vier Minuten auf die Strafbank – damit starten die Schwarzgelben mit einer langen Überzahlmöglichkeit in den Schlussabschnitt.
Im Schlussdrittel wissen die Wölfe dieses Powerplay zu nutzen: Nach mehreren vergebenen Versuchen dreht sich Bowlby direkt vor dem Tor um die eigene Achse und lupft die Scheibe ins Kreuzeck – ein wunderschöner Treffer zum 2:2-Ausgleich (43. Min.). Nun ist den Wölfen ernst, die drei Punkte sollen in Bruneck bleiben. Fehérvár wird phasenweise im eigenen Drittel eingeschnürt, und nach einer langen Drangphase fällt der verdiente Führungstreffer: Lipon legt ab auf Bardreau, der die Scheibe per Direktabnahme zum 3:2 in die Maschen zirkelt (49. Min.). Die Schlussphase kontrollieren die Wölfe souverän und sind dem vierten Treffer näher als die Gäste dem Ausgleich. Dieser gelingt 25 Sekunden vor Schluss mit Jon Blum, der nach einem gewonnenen Bully in der Defensivzone direkt ins leere Tor trifft. So feiern die Wölfe einen verdienten 4:2-Heimsieg.
Weiter geht es für den HCP am Sonntag mit einer schweren Auswärtsaufgabe: Bereits um 15:00 Uhr erfolgt in Salzburg der erste Puckeinwurf im Duell mit Meister Red Bull Salzburg.
HC Falkensteiner Pustertal – Hydro Fehervar AV 19 4:2 (1:1, 0:1, 3:0)
Referees: GROZNIK, SCHAUER, Fleischmann, Zgonc
Goals HCP: Purdeller T. (18:46), Bowbly H. (42:56) PP, Bardreau C. (48:15), Blum J. (59:35)
Goals AVS: Erdely C. (0:21), Erdely C. (28:45)




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