Von: importer
Die Wiener Austria ist der Premieren-Teilnahme an der Ligaphase der Frauen-Fußball-Champions-League wieder näher gerückt. Österreichs Double-Champion fertigte Farul Constanta am Samstag im Finale des Miniturniers in Murska Sobota mit 5:0 ab und buchte das Ticket für die dritte Qualifikationsrunde. Dort vertreten ist auch Vizemeister St. Pölten, der sich gegen Sporting Lissabon nach einem 1:1 ins Elfmeterschießen rettete und dort in der NV Arena mit 4:1 die Oberhand behielt.
Die dritte Runde wird in Hin- und Rückspiel ausgetragen und ist die letzte Hürde im Kampf um den Einzug in die “Königsklasse”. Die Auslosung findet am Dienstag (13.00 Uhr) in Nyon statt. Die Austria hat dabei den leichteren Meisterweg und von der Papierform daher auch realistische Chancen auf ein Weiterkommen. St. Pölten müsste für die fünfte Teilnahme an der Gruppen- oder Ligaphase in Folge hingegen eine Sensation schaffen, könnten doch Kaliber wie Real Madrid, Paris St. Germain oder VfL Wolfsburg warten. Gespielt wird am 26. August und 2. September.
Wienerinnen diesmal souverän
Wie beim 3:2-Sieg im Halbfinale gegen Hajduk Split am Mittwoch in Radenci starteten die Wienerinnen wie aus der Pistole geschossen. Verena Hanshaw traf aus 18 Metern infolge eines Corners ins Kreuzeck (2.). Assistgeberin Modesta Uka legte gleich mit einem flachen Abschluss ins lange Eck nach weitem Zuspiel von Yvonne Weilharter das 2:0 (4.) nach. Im Gegensatz zum Duell mit den Kroatinnen geriet die Truppe von Coach Stefan Kenesei diesmal nicht mehr ins Wanken.
In der zweiten Hälfte wurde Louise Schöffel im Strafraum gelegt und Uka (61.) verwertete den Strafstoß souverän. Elisa Pfattner (66.) traf wenig später platziert ins lange Eck. Der Schlusspunkt war Weilharter (75.) vorbehalten. Ihr Schuss wurde noch entscheidend abgefälscht, zudem patzte Torfrau Lilian Awuor. “Der Beginn war ähnlich ambitioniert wie am Mittwoch, mit dem Unterschied, dass wir diesmal nicht nachgelassen haben und das Spiel 90 Minuten lang dominiert haben. So kommt dann ein 5:0-Sieg zustande”, resümierte Kenesei. Weilharter sah es ähnlich: “Es war diesmal von der ersten bis zur letzten Minute ein souveränes Spiel.”
Die Austria ist wie vergangene Saison in der 3. Quali-Runde vertreten, damals war gegen Paris FC knapp das Aus gekommen. “Es ist richtig cool, dass wir die Q3 wieder erreicht haben. Aber das wird kein Spaziergang, uns erwartet eine richtig harte Nuss”, sagte Kenesei. Durch den Meisterweg wird diese am Papier aber um einiges leichter sein als 2025. “Mit unserer Qualität ist sehr viel möglich, wir wollen den großen Wurf schaffen”, ergänzte der Austria-Coach.
St. Pölten überstand Zitterpartie
Young-Boys-Bern-Bezwinger St. Pölten hielt das Geschehen gegen Sporting in der regulären Spielzeit ziemlich offen, hatte allerdings Glück, dass die Gäste die Partie im Finish nicht für sich entschieden. In der Verlängerung staubte Fanni Vago (94.) aus kurzer Distanz zur SKN-Führung ab, nachdem Alma Aagaard zuvor die Stange getroffen hatte. Die Gastgeberinnen zogen sich danach nur noch zurück und wurden bestraft. Telma Encarnacao (112.) nutzte ihre vierte Chance zum verdienten Ausgleich.
Das 1:1 hielt Carina Schlüter mit einer Parade fest. Im Elfmeterschießen verwerteten Victoria Laino, Magdalena Rukavina, Vago und Kapitänin Jennifer Klein souverän. Bei Sporting flatterten die Nerven. Jeneva Gray scheiterte an der Latte, Agata Pimenta an Schlüter. “Was wir als Team geleistet haben, war der Wahnsinn, Bombe. Wie wir gekämpft und auch mit dem Ball gespielt haben, war großes Kino. Damit haben wir es uns verdient, in der Champions League weiter präsent zu sein”, sagte Schlüter im ORF-Interview.




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