Kein Super-G in Zauchensee möglich

Zu viel Neuschnee – Kein Super-G in Zauchensee möglich

Sonntag, 11. Januar 2026 | 12:08 Uhr

Von: apa

Weil in der Nacht bis zu 40 Zentimeter Neuschnee gefallen waren, ist die Durchführung des Weltcup-Super-G der Frauen in Zauchensee am Sonntag nicht möglich gewesen. Das Rennen wurde abgesagt. “Das war unmöglich zu bewältigen. Die Sicherheit geht vor, wir sind in einer Olympiasaison, das hat oberste Priorität”, sagte OK-Chef Michael Walchhofer. Die Abfahrt am Samstag hatte Lindsey Vonn (USA) gewonnen. Fortgesetzt wird der Frauen-Weltcup am Dienstag mit einem Slalom in Flachau.

“Das kommt extrem überraschend. Wir sind gerade beim Frühstück gesessen, als Nina (Ortlieb/Anm.) sagte, es ist abgesagt. Wir haben uns mal angeschaut, denn das Wetter schaut nicht so schlecht aus”, sagte Cornelia Hütter. Normal sei es so, dass man einmal rausgehe, besichtige oder probiere, irgendwas zu machen. “Aber da das Ganze relativ früh kam, war es, glaube ich, ziemlich klar.” ÖSV-Alpinchef Christian Mitter habe erzählt, dass auf der Höhe ziemlich der Wind blase, das und der Neuschnee seien sicher der Grund, meinte die Steirerin.

“Das ist schon bitter, denn wir wollten in die Revanche gehen, weil so wollten wir uns das daheim nicht gefallen lassen. Müssen wir uns das für nächste Woche vorbehalten”, meinte Hütter. Die ÖSV-Läuferinnen waren in der Abfahrt am Samstag schwer geschlagen worden, Hütter war als beste von ihnen nur 20. Zudem fällt Magdalena Egger nach Sturz und schwerer Knieverletzung für die restliche Saison aus, sie wurde am Sonntag operiert. Es gehe nun zwei Tage nach Hause, vielleicht sei vor den Speedrennen in Tarvisio noch ein Training möglich, meinte Hütter.

Stürmisch am Start und Schneeverwehungen

Walchhofer erklärte, dass es anders als prognostiziert bis in die Morgenstunden schneite. Die Absage sei bitter für die Mannschaft, denn der Arbeitseinsatz sei enorm gewesen. Die Pistencrews waren diese Woche bei fast anhaltendem Schneefall mit wenig niederschlagslosen Phasen gefordert. “Dazu kam, dass es in der Früh noch sehr stürmisch war, da hatten wir auch noch einiges an Schneeverwehungen. Also schon sehr, sehr winterlich. Die Temperaturen sind heruntergegangen, das wäre grundsätzlich gut gewesen, aber der Schneefall hat die Piste isoliert, da ist dann der Untergrund nicht passend.”

Man sei aber “superhappy”, dass man am Samstag für die viele harte Arbeit mit einem Rennen belohnt worden sei, meinte Walchhofer. Das Training am Donnerstag fand auf verkürzter Strecke statt, jenes am Freitag wurde abgesagt. Die Abfahrt am Samstag war mit einer Siegerzeit von 1:06,24 Min. kurz, konnte aber trotz immer stärker werdenden Schneefalls durchgeführt werden.

Wie FIS-Chef-Renndirektor Peter Gerdol im ORF-TV-Interview erklärte, wird der Super-G entweder in Soldeu (derzeit Speedrennen am 28. Februar und 1. März) oder Val di Fassa (derzeit 7./8. März) nachgetragen, das habe man bereits zu Saisonbeginn so festgelegt.

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