Notenwechsel zwischen Italien und Österreich

14 österreichische Studientitel mit August in Italien anerkannt

Freitag, 16. Juli 2021 | 16:57 Uhr

Bozen – Mit einer guten Nachricht für viele Südtiroler Studierende, die in Österreich studieren oder dort ein Studium abgeschlossen haben, wartet Landesrat Philipp Achammer auf: “Am 1. August 2021 tritt der bereits im Sommer 2019 zwischen den zuständigen österreichischen und italienischen Abordnungen ausverhandelte Notenwechsel in Kraft, mit dem eine Reihe weiterer Bachelor- und Masterstudien gleichstellt.” Es geht dabei um fünf Bachelorstudien und neun Masterstudien. “Besonders erfreulich ist, dass zum ersten Mal Lehramtsstudien laut der neuen Studienordnung (Master of Education) verhandelt und genehmigt wurden”, sagt der Landesrat, “dies ist auch für die Zukunft der deutschsprachigen Schule in Südtirol ein wichtiger Schritt.” Anerkannt werden die Lehramtsstudien in Latein, Deutsch, Griechisch, Französisch, Englisch, Geschichte, Musikerziehung, Instrumentalmusikerziehung, Russisch und Spanisch.

Die gleichgestellten Bachelorstudien sind Biomedical Engineering, Biomedizin und Biotechnologie, Industrielogistik, Molekulare Medizin, Theater, Film- und Medienwissenschaften. Bei den Masterstudien handelt es sich um Biomedical Engineering, Industrielogistik, Kulturtechnik und Wasserwirtschaft, Medienwissenschaften, Materialwissenschaften, Molekulare Medizin, Phytomedizin, Religionspädagogik (Katholisch – Evangelisch – Orthodox) und Vergleichende Biomedizin.

Der Notenwechsel ist ein bilaterales Abkommen zwischen Österreich und Italien zur gegenseitigen Anerkennung der akademischen Grade und Titel. Aus Südtiroler Sicht ist dabei vor allem die Umwandlung der österreichischen Abschlüsse in die entsprechenden italienischen “Lauree” von Bedeutung. Ein großer Teil der Bachelor- und Masterstudiengänge sind mittlerweile ausgehandelt. Im Rahmen der Sitzungen, die abwechselnd in Wien und in Rom stattfinden, verhandeln die österreichische und die italienische Delegation die Gleichwertigkeit von jenen Studien, die am häufigsten von Südtiroler Studierenden besucht werden.

Für die erfolgreiche Verhandlungsführung bedankte sich Landesrat Achammer bei beiden Verhandlungsdelegationen, namentlich beim Leiter der österreichischen Delegation, Thomas Wunderbaldinger, sowie dem Leiter der italienischen Delegation, Federico Cinquepalmi, und bei den übrigen Delegationsmitgliedern Luca Lantero, Chiara Finocchietti, Heinz Kasparovsky, Ingrid Wadsack-Köchl und Christian Ruhs sowie der Vertreterin der Universität Innsbruck, Simone Schmid. Das Land Südtirol war bei den Verhandlungen durch die Direktorin der Abteilung Bildungsförderung, Rolanda Tschugguel, und Fachfrau Cristina Pellini vertreten.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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2 Kommentare auf "14 österreichische Studientitel mit August in Italien anerkannt"


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ischJOwurscht
ischJOwurscht
Superredner
15 Tage 13 h

Ein Schritt in die richtige Richtung, das ist Europa wie es sein sollte!

berthu
berthu
Universalgelehrter
14 Tage 23 h

Reine Profilierungsstory. Was soll das mit diesem Dauerthema vor Wahlen? Am Ende werden immer noch und laufend Studienabschlüsse nicht anerkannt, und somit der Start in den Beruf vieler verzögert oder verhindert. Die sind gezwungen, im Ausland zu bleiben. Die Zeit vor den Abschlüssen “Neuer” Studiengängen wäre lang genug, das VORAB zu klären. Aber die Politiker denken nur bis zur Wahl, keine Spur von Verbindlichkeit und Zukunftsdenke.

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