Tagung in Meran

Die Pariser Friedensverträge 1919/20 und ihre Folgen

Samstag, 11. Mai 2019 | 17:00 Uhr

Meran – Die Tagung “Die Pariser Friedensverträge 1919/20 und ihre Folgen“ in Meran nimmt sich die vergleichende Betrachtung der Friedensverträge in einem größeren europäischen Kontext zum Ziel. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auch auf den Vertrag von St. Germain und seine Auswirkungen auf Südtirol gelegt.

Mit Kriegsende 1918 galt es, Europa – nach dem Zerfall der Großreiche (Deutsches / Russisches / Osmanisches Reich / Habsburgermonarchie) – von Grund auf zu ordnen. Für mehr als ein Jahr blickte die Welt auf Paris, wo in den Schlössern der Vororte von den Siegermächten das künftige Europa entworfen wurde. In den Konferenzen sollte auf das von Wilson vorgebrachte Prinzip des Selbstbestimmungsrechtes der Völker Bezug genommen werden. Die konkreten Verhandlungen zeigten aber auch, wie sich das tatsächliche Verhältnis zwischen Sieger- und Verliererstaaten in der politischen Realität gestaltete.

Die Tagung nimmt sich die vergleichende Betrachtung der Friedensverträge zum Ziel. Dabei sollen die einzelnen Beiträge drei Schwerpunkte berücksichtigen, die einen solchen Vergleich sowohl aus der zeitlichen Unmittelbarkeit der Verträge 1919/20 als auch in einem Abstand von 10 Jahren danach ermöglichen, wo in vielen Staaten bereits ein erster Rückblick stattfand: Worauf basierte die Grundlage der internationalen Beziehungen zwischen den Staaten und wie wurden diese in der Realität umgesetzt? Gab es merkbare gesellschaftlich-politische Kontinuitäten über die Epochenschwelle 1918 hinaus und, wenn ja, wie äußerten sich diese? Wie gestalteten sich die Verfassungsrealitäten in den Nachfolgestaaten v.a. im Hinblick auf die Frage nach dem Verhältnis von Minderheiten und Mehrheiten?

 

Der Freitagnachmittag (17.5., ab 14.00 Uhr) ist im Besonderen den Folgen der Pariser Verträge für Südtirol gewidmet.

Zahlreiche internationale Expertinnen und Experten sind der Einladung der wissenschaftlichen Leiter Brigitte Mazohl und Kurt Scharr gefolgt: Hans-Jürgen Schröder, Eckart Conze, Thomas Olechowski, Rudolf Gräf, Matteo Proto, Francesco Palermo, Oswald Überegger, Igor Narskij und Andreas Gottsmann. Zudem werden im Rahmen der Tagung neuere Forschungen junger Nachwuchswissenschaftler/innen präsentiert.

 

Titel: Die Pariser Friedensverträge 1919/20 und ihre Folgen
Termin und Programm: 16.05.19 – Eröffnungsvortrag 18.00 Uhr
17.05.19 – Vorträge 09.00-12.30 Uhr und 14.00-15.30 Uhr

18.05.19 – Posterpräsentation 09.00-10.00 Uhr, Vorträge 10.30-12.30 Uhr

Veranstalter: Akademie Meran, ÖAW (Österreichische Akademie der Wissenschaften)
Sprache: Deutsch und Italienisch

Eintritt: kostenlos
Veranstaltungsort: Akademie Meran, Innerhoferstr. 1, 39012 Meran
Info: www.adsit.org, info@adsit.org, Tel 0473-237737

Von: luk

Bezirk: Burggrafenamt

Kommentare

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5 Kommentare auf "Die Pariser Friedensverträge 1919/20 und ihre Folgen"


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Zugspitze947
Zugspitze947
Superredner
14 Tage 12 h

für Südtirol ein sehr trauriges und ungerecht gelöstes Thema 🙁

Neuling
14 Tage 10 h

Die Schuld ist von Österreich , hätten die Österreicher nicht die ganze Zeit vorher italienische Gebiete belagert , wäre es nie passiert..Wie heisst es so schön Auge um Auge…

Zugspitze947
Zugspitze947
Superredner
13 Tage 21 h

lauterruf ! Quatsch,Tolomei hat ja schon Anfang 1900 gefälschte Karten konstruiert und mit den späteren Siegermächten verhandelt um nach einem Krieg den südlichen Teil Tirols bis zum Brenner und Gebiete an der Adria als Belohnung für den Verrat an den Verbündeten zu erhalten. 🙁

Neuling
13 Tage 19 h

Zugspitze947…Es ändert nicht die Tatsache das die Österreicher damit angefangen haben..Südtirol war ein Bonus für den ganzen Leid das Italien wegen Österreich ertragen musste..Die Brennergrenze war auch strategisch wichtig um sich vor Österreich zu schützen..

Martinus
Martinus
Grünschnabel
13 Tage 18 h

@Zugspitze947
Bleib in Deutschland!!

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