„Fair Trend Design Contest 2020“

Eine Uhr für die Welt

Freitag, 24. Januar 2020 | 09:06 Uhr

Bozen – Die Zeit läuft: Noch bis zum 27. März 2020 haben Elf- bis 14-Jährige als Gruppen, Klassen oder Einzelpersonen Zeit, Uhren selbst zu machen und für einen Schüler-Wettbewerb abzugeben. Unter dem Motto „Warte nicht, bis es 12 Uhr schlägt!“ laden die Südtiroler Weltläden und die OEW-Organisation für Eine solidarische Welt junge Menschen zum Gestalten einer funktionierenden Wanduhr mit politischen Botschaften zum fairen Handel ein. Die Ausschreibung findet heuer zum zehnten Mal im Rahmen des Wettbewerbs „Fair Trend Design Contest 2020“ statt. Eine Jury entscheidet über die kreativsten Wanduhren. Die beeindruckendsten Werke werden im April mit tollen Preisen prämiert.

Kreativität verbindet Trend mit Nachhaltigkeit: Beim „Fair Trend Design Contest 2020“ gestalten Mädchen und Jungs im Mittelschulalter Wanduhren, die den Fairen Handel thematisieren. Brigitte Gritsch koordiniert die 16 Südtiroler Weltläden und begleitet den „Fair Trend Design Contest“ gemeinsam mit Verena Gschnell von der OEW-Organisation für Eine solidarische Welt. Nach Plakaten, Taschen, T-Shirts, Stühlen und Rucksackbeuteln geht es heuer um Wanduhren. Junge Menschen können sich im Unterricht, im Verein, in der Jungscharstunde – in der Gruppe oder als Einzelperson – mit fairen Zeitmessgeräten befassen.

Auf die Uhr werde oft geschaut, daher könne sie gesellschaftspolitische Botschaften gut unter die Menschen bringen, ist Brigitte Gritsch überzeugt. Fairer Handel unterstützt wirtschaftlich benachteiligte Produzentinnen und produzenten, steht für Transparenz und Verantwortung, garantiert faire Preise, vermeidet Kinderarbeit, behandelt Frauen und Männer gleich, unterstützt gute Arbeitsbedingungen, schult und informiert die Produzenten und fördert den Umweltschutz: „Für welche Aspekte des Fairen Handels ist es höchste Zeit, dass die Bevölkerung sie endlich begreift?“, fragt die Koordinatorin der Weltläden junge Menschen.

Verena Gschnell verantwortet bei der OEW-Organisation für Eine solidarische Welt den Bereich des bewussten Konsums und trifft bei Workshops in Schulen auf viele aufgeschlossene Menschen: „Junge Leute interessieren sich sehr für die Themen des Fairen Handels“, erklärt sie. Schülerinnen und Schüler hätten einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und seien froh, wenn sie das Gehörte in die Tat umsetzen könnten. Nach einer kritischen Auseinandersetzung mit dem traditionellen und den fairen Handel gelte es, eine kreative Idee für eine Wanduhr zu entwickeln und sie handwerklich geschickt und ästhetisch schön umzusetzen. Dafür dürfen keine Bilder ohne Erlaubnis des oder der Eigentümerin verwendet oder aus dem Internet heruntergeladen werden.

Der Lehrer Thomas Mayr der Mittelschule Kastelruth begleitet Schülerinnen und Schüler beim heurigen „Fair Trend Design Contest“: Seine Schülerinnen und Schüler seien mit Eifer dabei, erzählt er. Zeit habe viele Facetten: Es gebe in der Zeit keine Möglichkeit auf Rückkehr, aber in jeder Minute eine neue Chance auf die Gestaltung der neuen Zeit, sagt Mayr. So sei es auch beim Einkauf: „Wir können das, was wir bisher konsumiert haben, nicht rückgängig machen, aber wir können das, was wir morgen konsumieren, heute neu entscheiden.“ Der faire Handel gebe Menschen bei jedem Einkauf die Chance auf eine menschenwürdige Entscheidung. Wanduhren seien eine gute Möglichkeit, den fairen sichtbar zu machen.

Die fertigen und funktionierenden Wanduhren müssen mit Angabe von Namen, Werktitel, Telefonnummer, Kontakt- und Mailadresse innerhalb 27. März 2020 in einem der Südtiroler Weltläden abgegeben werden. Als Hauptpreis wartet auf die Erstplatzierten der Kategorie „Gruppe“ eine Übernachtung in einem Südtiroler Jugendhaus, außerdem winken Geschenkkörbe mit fairen und lokalen Produkten, ein Rucksack und T-Shirts.

Weitere Informationen erhalten Interessierte unter www.fairtrend.org.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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