Der Andrang auf das Donauinselfest ist alljährlich groß

Keine heiße Party: Donauinselfest startete wohltemperiert

Freitag, 03. Juli 2026 | 14:27 Uhr

Von: apa

Eine heiße Party schaut anders aus: Bei angenehmen Temperaturen, leichter Bewölkung und etwas Wind ist am Freitag das Donauinselfest in seine 43. Ausgabe gestartet. Bis Sonntag wird bei Europas größtem Open-Air-Festival mit freiem Eintritt ein umfangreiches Musik- und Unterhaltungsprogramm geboten – auch wenn aus Kostengründen heuer etwas weniger Acts auftreten. Am Auftakttag stehen etwa My Ugly Clementine, Zartmann, Avatar, Andy Borg und Reinhold Bilgeri zur Wahl.

Auch wenn bis zum Abend hin Hunderttausende Besucherinnen und Besucher erwartet werden, war der Zulauf zum 4,5 Kilometer langen Festivalgelände in den sehr frühen Nachmittagsstunden noch sehr überschaubar. Nicht allzu verwunderlich, kommt der Auftrittsreigen doch erst in den frühen Abendstunden so richtig in Schwung. Einen ersten und sehr besonderen Gig gab es aber bereits zu Mittag auf der Hauptbühne. Dort spielte der isländisch-österreichische Musiker Thorsteinn Einarsson rund eine Stunde lang ein Inklusionskonzert, das sich in erster Linie an Menschen mit sonderpädagogischem Förderbedarf bzw. deren Familien und Betreuenden richtete. Mit dabei war auch wieder Gebärdensprachperformerin Pam Eden.

My Ugly Clementine, Giant Rooks und Zartmann auf der Hauptbühne

Abgesehen davon ist die Mainstage heute fest in der Hand von FM4. Dort greifen vorerst Sophie Lindinger, Mira Lu Kovacs und Nastasja Ronck vulgo My Ugly Clementine in die Saiten, um ihren Gitarren feinsten Indie-Rock zu entlocken. Erste Kostproben des Anfang September erscheinenden dritten Albums “Apply Autonomy” werden wohl auch dabei sein. Danach lassen es Giant Rooks aus Deutschland krachen, sind die fünf Indie-Popper doch vor allem für ihre energiegeladenen Livesets bekannt. Den Headliner von Tag 1 gibt dann der Berliner Zartmann, dem mit “Tau mich auf” ein Riesenhit gelang.

Insgesamt gibt es auf dem Partyareal zwischen Nord- und Reichsbrücke heuer 14 Bühnen, wobei die Organisatoren einmal mehr darum bemüht sind, die Geschmackspalette möglichst breit zu halten. So gibt es auf der Rockbühne etwa die Wiener Punk-Schock-Rocker Bloodsucking Zombies from Outer Space zu sehen, während Andy Borg oder Sassy – vormals Stimme der Seer – auf der Schlagerbühne für Schmeichelei und Geborgenheit zuständig sind. Der aus Tirol stammende Ely Oaks – bereits als Remixer für Taylor Swift tätig gewesen – legt bei der Electronic Music Bühne verlässlich Tanzbares auf, während Freunde gesitteterer Moves beim Linedance im Kulturzelt auf ihre Kosten kommen.

“Sommer an!” mit rund 200 Acts an drei Tagen

Vielfältig ist das Programm auch für Samstag und Sonntag angelegt. Pop von Katrina – vormals Sängerin der Waves (“Walking On Sunshine”) -, Ex-STS-ler Gert Steinbäcker oder Nico Santos, harte Kost von Airbourne oder der Mittelalter-Metall-Truppe Feuerschwanz, regionale Qualitätsware von Sodl, Endless Wellness oder Kollegium Kalksburg, Austroschlager von den Jungen Zillertalern bis Jazz Gitti oder Kabaretteinlagen von Michael Bauer alias Heidelbeerhugo bis “Tagespresse”-Chef Fritz Jergitsch sind nur einige der Acts, zwischen denen die Insulaner die Qual der Wahl haben.

Insgesamt werden rund 200 Acts und 700 Stunden Programm an allen drei Festtagen, die heuer unter dem Motto “Sommer an!” stehen, geboten. Für die Megaparty wurden 120 Zelte errichtet, 450 Kilometer Stromkabel verlegt und 14 Kilometer Absperrungen angebracht. 250 Rettungs- und Notfallsanitäter und 350 Securitys sind im Einsatz. Die Polizei stellt noch einmal mehrere Hundert Beamtinnen und Beamte, die erstmals mit einem blauen Licht im Schulterbereich der Uniform ausgestattet werden und so leichter erkennbar sein sollen, und setzt beim Thema Sicherheit außerdem auf den Einsatz von Drohnen und Videokameras.

Eine An- und Abreise zum bzw. vom Fest mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wird empfohlen. Vorsicht gilt für alle, die mit der S-Bahn kommen. Denn die Stammstrecke ist ab Samstag im betreffenden Bereich wegen Bauarbeiten gesperrt. Ab Samstag fahren U6, S45 (Handelskai-Hütteldorf via Heiligenstadt) und die Straßenbahnlinie 31 in dichteren Intervallen, die Taktverdichtung der S45 schafft zusätzliche Kapazitäten am Knoten Heiligenstadt (Anschluss U4). Ein Schienenersatzverkehr fährt zudem rund um die Uhr zwischen Floridsdorf – Handelskai – Traisengasse – Praterstern.

 

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