Von: mk
Brixen – Unter der Trägerschaft des Südtiroler Künstlerbundes übernimmt im heurigen Jahr der aus Südtirol stammende Künstler Leander Schwazer die künstlerische Leitung der StadtGalerie Brixen. Begleitet wird das Programm von einem eigens entwickelten Vermittlungsangebot unter der Leitung von Elisa Barison.
Die für Kultur zuständigen Stadträte Bettina Kerer und Ferdinando Stablum zeigen sich erfreut darüber, dass die Neuausrichtung der StadtGalerie als zentraler Begegnungsort für zeitgenössische Kunst, als lebendiger Gesellschaftsraum und als kulturelles Wohnzimmer der Stadt nun konkrete Formen annimmt. „Leander Schwazer bringt Energie, Neugier und eine starke künstlerische Haltung in unsere Stadt.“, betont Bettina Kerer, „Sein Blick auf Brixen ist zugleich respektvoll und herausfordernd.“
Leander Schwazer ist der StadtGalerie Brixen seit Jahren eng verbunden. Bereits mehrfach realisierte er hier prägnante ortsspezifische Arbeiten. Im Sommer 2020, auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie, umhüllte er die StadtGalerie und das Rathaus mit Absperrband und setzte damit ein sichtbares Zeichen für Distanz und Zusammenhalt zugleich. Seit Anfang 2025 markiert sein Lichtwerk „Ich möchte meine Berge sehen“ den Ein- und Ausgang der StadtGalerie. Der Satz von scheinbar einfacher, beinahe kitschiger Schönheit wird zugleich zum Leitmotiv des Jahresprogramms 2026.
„Es geht ums Weitsehen“, so Schwazer. „Die StadtGalerie soll zu einer Galerie der Stadt werden – ein Ort, der das kulturelle Erbe Brixens befragt und in eine neue Zeit trägt. Über Jahrhunderte wurde hier eine unglaubliche Fülle an Kunstwerken zusammengetragen. Die Hofburg, der Dom, die vielen weiteren Kirchen der Stadt zeugen noch heute von dieser verblassten Macht. Die Werke sind so omnipräsent, dass sie fast übersehen werden – oder nur mehr eine hübsche Fototapete für Touristen sind. Aber wenn wir noch wissen wollen, wer wir sind, dann gilt es, diese Werke neu anzuschauen. Worauf warten wir also?”
Das künstlerische Programm wird auf Vernetzung mit möglichst vielen Brixner Häusern setzen: “Niemand ist eine Insel”, so Leander Schwazer.
Den Auftakt bildet die Ausstellung „Tränenpalast / Palazzo delle lacrime“, die am Freitag, den 30. Januar eröffnet wird. Sie setzt bewusst bei einem universellen, zutiefst menschlichen Thema an: dem Weinen. „Tränenpalast / Palazzo delle lacrime“ versammelt künstlerische Positionen, die sich Tränen als Ausdruck von Trauer, Freude, Überforderung oder Erlösung widmen.




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