Vernetzung als wichtiges Thema

Religionslehrerinnen und -lehrer halten Jahresversammlung

Dienstag, 14. April 2026 | 09:00 Uhr

Von: mk

Brixen – Am Samstag fand an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen sowohl die Jahresvollversammlung der Berufsgemeinschaft der Religionslehrerinnen und -lehrer als auch eine ganztägige Fortbildung zum Thema „Zwischen Hingabe und Selbstschutz: (Über)leben während Trauer- und Krisenzeiten in der Schule“ statt.

Im Rahmen der Vollversammlung hob der Vorsitzende im Tätigkeitsbericht die Bedeutung der Vernetzung unter Religionslehrerinnen und -lehrern sowie die Stärkung des Berufsbildes in der Öffentlichkeit hervor. Er verwies auf frühere Initiativen zur Darstellung des Religionsunterrichts im Südtiroler Landtag und betonte die Notwendigkeit einer verbesserten fachlichen Qualifikation im Zuge neuer Ausbildungswege für die Grundschule.

Im Anschluss präsentierte Jurgita den Kassabericht. Weitere Beiträge der Versammlung befassten sich unter anderem mit der geplanten Einführung des Faches Ethik ab dem Schuljahr 2027/28, mit der Notwendigkeit klarer fachlicher Abgrenzungen sowie mit aktuellen Entwicklungen in der Jugendforschung und Schulpastoral, insbesondere im Zusammenhang mit der Initiative „Be blessed / Matura-Segensfeiern“.

Die anschließende Fortbildung wurde von Mechthild Schroeter-Rupieper geleitet und von rund 35 Teilnehmenden besucht, darunter auch Fachkräfte außerhalb des Religionsunterrichts. Die breite Beteiligung unterstrich die hohe Relevanz des Themas für den gesamten Bildungsbereich.

Zeitweise nahm auch Bischof Ivo Muser an der Veranstaltung teil und betonte mit dem Satz „Nicht zu früh das Halleluja singen“ die Bedeutung eines sensiblen Umgangs mit Trauerprozessen. Der Vorsitzende dankte ihm sowie allen anwesenden Vertreterinnen und Vertretern der Bildungs- und Kircheninstitutionen ausdrücklich für ihre Unterstützung.

Die Referentin prägte den gesamten Tag durch praxisnahe Fallbeispiele und eindrückliche Erfahrungen, die den Umgang mit Krisen im schulischen Alltag konkretisierten und vertieften. Der Tag klang mit einem Wortgottesdienst in der Kapelle des Priesterseminars aus, dem auch Dekan Prof. Martin Lintner beiwohnte und der den intensiven Austausch in einer würdigen und ruhigen Atmosphäre abschloss.

Bezirk: Eisacktal

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