Von: mk
Bozen – Zum sechsten Mal wurde der Spezialpreis “Dolomiten UNESCO Welterbe” in Südtirol dieses Jahr beim Bolzano Filmfestival Bozen verliehen. Der Regisseur Nikolaus Geyrhalter erhielt ihn am 18. April für seinen Dokumentarfilm “Melt” (127 min).
“Melt” entführt die Zuschauer in eine scheinbar unendliche weiße Welt aus Schnee und Eis. Mittels eindrücklicher Bilder und Interviews mit Menschen, die tagtäglich mit Schnee, Kälte und Eis leben und arbeiten, beleuchtet der Film den Umgang mit Schnee aus sehr unterschiedlichen Perspektiven. „Allen Orten und Menschen ist gemeinsam, dass die weiße Fassade zu bröckeln beginnt. Überall berichten die Protagonisten von spürbaren Folgen des Klimawandels im Alltag. Melt zeigt, dass davon kein Ort und kein Mensch ausgenommen ist“, heißt es unter anderem in der Begründung der Jury. “Am Ende wird deutlich: Unser Planet ist das eigentliche Welterbe, für dessen Erhalt wir gemeinsam Verantwortung tragen”, betont Landesgeologe Volkmar Mair, der im Namen der Jury den Preis vergeben hat. “Die Jury hat den Film auch deshalb ausgewählt, weil seine Botschaft deutlich ist und die Bilder klar für sich sprechen und für alle – vom Kind bis zum Experten – verständlich sind.”
Die Jury für den “Dolomiten UNESCO Welterbe” Spezialpreis 2026 setzte sich neben Volkmar Mair aus Leo Hilpold, Direktor des Landesamtes für Natur, Thomas Streifeneder, wissenschaftlicher Beirat der Stiftung Dolomiten UNESCO, und Dorothea Vieider, vormalige Präsidentin des Filmclubs Bozen, zusammen.
Vier Nominierungen
Neben “Melt” (2025) von Nikolaus Geyrhalter waren für die diesjährige Preisvergabe drei weitere Filme nominiert: “Until the orchid blooms”(2024) von Polen Ly, “Elephants & Squirrels” (2025) von Gregor Brändli und “Il rospo e il diamante” (2025) von Beniamino Casagrande.
Spezialpreis “Dolomiten UNESCO Welterbe”
Der Preis wird jedes Jahr in den vier Gebieten, die Teil des Welterbes sind, vergeben: in den Provinzen Bozen-Südtirol und Trient sowie in den Regionen Veneto und Friaul-Julisch-Venetien. In Südtirol wird er von der Koordinationsstelle für das Dolomiten Unesco Welterbe in Südtirol, gemeinsam mit dem Landesamt für Natur und dem Landesamt für Geologie und Baustoffprüfung, und in Zusammenarbeit mit dem Bolzano Film Festival Bozen vergeben.
“Der Preis geht an den Regisseur jenes Films, der am besten das Bewusstsein der Bevölkerung für die von der UNESCO anerkannten, außergewöhnlichen universellen Werte und die Bemühungen um einen aktiven Schutz und Erhalt der Landschaft und des Naturraums dokumentiert”, erklärte Elisabeth Berger, Koordination Dolomiten UNESCO Welterbe für Südtirol in der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung.




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