Von: mk
Bozen – Die Präsidentin des Landesbeirats für das Kommunikationswesen, Judith Gögele betont die Verantwortung jedes Einzelnen in der öffentlichen Kommunikation und bekräftigt, dass das Zusammenleben auf Respekt, Dialog und der Fähigkeit beruht, Unterschiede anzunehmen, ohne einander abzuwerten.
Die aktuellen Entwicklungen rund um Landesrätin Rosmarie Pamer in sozialen Medien zeigen laut Gögele deutlich, wo Grenzen überschritten werden. Kritik an politischen Entscheidungen sei ein unverzichtbarer Bestandteil unserer demokratischen Ordnung. Ein Teil der aktuellen Beiträge überschreite diese Grenze jedoch deutlich: persönliche Angriffe, gezielte Herabwürdigung und die Dynamik organisierter Onlinekampagnen.
„Hier werden Grenzen überschritten, die wir als Gesellschaft nicht akzeptieren dürfen“, warnt Gögele. Der digitale Raum sei kein rechtsfreier Raum. „Er ist ein öffentlicher Raum – und zeigt ungeschönt, wie wir politisch miteinander umgehen. Jeder einzelne Beitrag trägt dazu bei, ob dieser Raum von Respekt oder von Einschüchterung geprägt ist“, erklärt die Präsidentin.
Wörtlich erklärt Gögele weiter:
Jeder Einzelne trägt Verantwortung. Es reicht nicht, Fehlentwicklungen zu benennen – wir müssen selbst anders handeln.
Wo der Ton verroht, trifft es nicht nur die betroffene Person. So entsteht ein Klima der Einschüchterung, das Menschen davon abhält, Verantwortung zu übernehmen und sich politisch zu engagieren.
Gerade in Südtirol beruht unser Zusammenleben auf Respekt, Dialog und der Fähigkeit, Unterschiede auszuhalten, ohne einander abzuwerten.
Kritik ist notwendig – aber sie verliert ihre demokratische Kraft, wenn sie persönlich und herabwürdigend wird. Sie entfaltet ihre Stärke nur dann, wenn sie sachlich, respektvoll und verantwortungsvoll vorgebracht wird.
Die Qualität unseres Zusammenlebens zeigt sich darin, wie wir miteinander sprechen – gerade im digitalen Raum.




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