Von: apa
Der Hattrick ist perfekt: Der 25-jährige Bassbariton Sungmin Park hat am Sonntag den 44. Internationalen Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb für sich entschieden – und damit den dritten südkoreanischen Sieg in Folge beim österreichischstämmigen Contest für junge Stimmen eingefahren. Wie 2024 Jungrae Noah Kim sicherte sich Park im lettischen Jurmala den Sieg und reklamierte damit wie Geon Kim im Vorjahr in Bern den mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis für sich.
Der in Seoul ausgebildete Sungmin Park sicherte sich mit der Verdi-Arie “Ella giammai m’amò” aus “Don Carlo” die Stimmen der Fachjury, die sich aus der Führung prominenter Opernhäuser zusammensetzt. Dazu zählen etwa das Londoner Royal Opera House Covent Garden, die Deutsche Oper Berlin, die Brüsseler La Monnaie oder die New Yorker Met.
Insgesamt 719 Bewerberinnen und Bewerber
Damit triumphierte Park letztlich über 718 Konkurrentinnen und Konkurrenten, die sich in 51 weltweit abgehaltenen Qualifikationsrunden beim Belvedere-Bewerb gestellt hatten. 122 davon reisten zu den Finalrunden ins Ostseebad Jurmala, wobei es letztlich neun junge Sängerinnen und Sänger ins Finale schafften, das in der Dzintari Concert Hall abgehalten wurde.
Das sich dabei auch auf der Bühne der Kultur abzeichnende Duell Iran-USA entschied zweifelsohne ersterer für sich. So landete am Ende die 31-jährige, iranische Sopranistin Forooz Razavi mit ihrer Interpretation von Dvořáks “Lied an den Mond” auf Platz 2. Die am Salzburger Mozarteum ausgebildete Künstlerin konnte sich darüber hinaus auch den Preis der Internationalen Medienjury sowie ein Engagement bei der Wexford Festival Opera sichern.
Wahl-Grazerin geehrt
Die vier angetretenen US-Sängerinnen und Sänger gingen indes weitgehend leer aus. Immerhin kann sich die aus Philadelphia stammende Mezzosopranistin Leah Bedenko, derzeit Mitglied des Opernstudios der Oper Graz, über Chancen an der Met und der Deutschen Oper Berlin freuen. Das Siegertrio komplettierte hingegen mit Son Jin Kim ein weiterer Südkoreaner. Und der Publikumspreis ging an die Lokalmatadorin Annija Kristiana Adamsone aus Lettland.
Wurzeln des Bewerbs in Wien
Organisiert wird der Internationale Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb vom Bassklarinettisten und ehemaligen Intendanten des Carinthischen Sommers Holger Bleck sowie der Gründerwitwe Isabella Gabor. Der erste Belvedere-Bewerb fand 1982 in Wien statt, wo er auch lange beheimatet blieb. Heutige Weltstars wie Lise Davidsen, Angela Gheorgiu oder Pretty Yende verdienten ihre ersten Sporen beim Belvedere.
Nach Querelen um die Finanzierung trat man vor einigen Jahren den Gang in die Welt an. Der lettische Badeort Jurmala hat sich dabei als neue Teilzeitheimat des Bewerbs etabliert, diente das Ostseerefugium doch nun bereits zum vierten Mal als Austragungsort. Und der Belvedere soll 2028 wieder zurückkehren.
(S E R V I C E – www.belvedere-competition.com/ )




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