Heimatpfleger verweisen auf die Besonderheit der Waale

Traditionelle Bewässerung im Obervinschgau ist auf nationaler Liste des immateriellen Kulturerbes

Mittwoch, 05. Januar 2022 | 12:01 Uhr

Mals – Die Wiesenbewässerung auf der Malser Haide ist eine jahrhundertealte Kulturtechnik, die bis heute nichts von ihrer Effizienz und Faszination eingebüßt hat. Davon ist auch das Landwirtschaftsministerium in Rom überzeugt und hat die Praktik der traditionellen Bewässerung im Obervinschgau auf die nationale Liste für landwirtschaftliche Praktiken und traditionelles Wissen gesetzt.

Knapp 400 Hektar werden auf der Malser Haide noch traditionell über Waale bewässert, indem sie nach einem streng geregelten Zeitplan, der sogenannten „Road“ in regelmäßigen Abständen überflutet werden. „Die Kulturtechnik der Überflutung hat keinen musealen Charakter, sondern ist eine effiziente Technik, die heute nach wie vor so angewandt wird wie vor hunderten von Jahren“, so Claudia Plaikner, Obfrau des Heimatpflegeverbandes Südtirol, zum Projekt immaterielles Kulturerbe traditionelle Bewässerung im Obervinschgau, „und aus diesem Grund sind wir der Meinung, dass sie auch eine Zukunft haben sollte.“

Projekt immaterielles Kulturerbe traditionelle Bewässerung im Obervinschgau

Der Heimatpflegeverband arbeitet zusammen mit der Bauernbund-Ortsgruppe Burgeis, der Gemeinde Mals, dem Heimatpflegeverein Mals, und der IDM daran, die traditionelle Bewässerung im Obervinschgau über Waale zum internationalen immateriellen Weltkulturerbe zu machen. Damit soll der Öffentlichkeit der Wert und die Bedeutung dieser Kulturtechnik vor Augen geführt werden, aber auch welcher Aufwand damit verbunden ist. Gleichzeitig hat man damit auch die Möglichkeit neue Projekte und Fördermittel zu generieren, um die traditionelle Bewässerung attraktiv zu halten. Nun wurde mit der positiven Bewertung des Ansuchens und der Aufnahme in das nationale Register eine erste wichtig Etappe erreicht: https://www.reterurale.it/flex/cm/pages/ServeBLOB.php/L/IT/IDPagina/23357

Nächster Schritt

Mehrere Interessensgruppen in Deutschland, der Schweiz, Belgien, Niederlande, Luxemburg und vor allem in Österreich stellen in Kürze ein gemeinsames Ansuchen für die Aufnahme der traditionellen Bewässerung über Kanäle in die internationale Liste des immateriellen Weltkulturerbes. Südtirol hätte die Möglichkeit, an dieser internationalen Bewerbung teilzunehmen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das italienische UNESCO-Büro für das immaterielle Kulturerbe rechtzeitig die Initiative ergreift und die internationale Bewerbung unterstützt.

Von: mk

Bezirk: Vinschgau

Kommentare

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10 Kommentare auf "Traditionelle Bewässerung im Obervinschgau ist auf nationaler Liste des immateriellen Kulturerbes"


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Tanne
Tanne
Universalgelehrter
16 Tage 17 h

Traditionelle Bewässerung? Ich lach mich kaputt. Die Beregnung geht ja jetzt schon hoch bis zum Reschen. Die Apfelfabriken Mela Val Venosta machen alles kaputt, alles außer ihren Geldbeutel. Bravo ihr Venustani.

Offline1
Offline1
Universalgelehrter
16 Tage 13 h

@Tanne..wann warst du, wenn überhaupt, das letzte Mal dort ?

OrtlerNord
OrtlerNord
Tratscher
16 Tage 13 h

Ich glaube du lachst dich kaputt wenn du deinen Kommentar noch mal durch liest und dann Bilder anschaust oberhalb von Mals.

Faktenchecker
16 Tage 11 h

Offi er war dort als Du auf Sardinien warst.

Offline1
Offline1
Universalgelehrter
15 Tage 23 h

@Faktenchecker..du als der !!! Experte für Fakten hättest das schon lange überprüfen können. Denn auch auf Sardinien meldet man seinen Wohnsitz bei der Stadtverwaltung an. Also versuche es mal in Quartu S.E.. Die genaue Wohnadresse war Riviera Capitana Quartu .S.E., Lungomare 14

Offline1
Offline1
Universalgelehrter
15 Tage 17 h

Niemand ans Telefon gegangen oder einfach nur einfältig ?

Grossmaul
Grossmaul
Grünschnabel
16 Tage 21 h

de grabm durch di wisn sein jo lei in di weg wen orbetn willsch.
olls verroren und iberplanirn.
nr kansch normal wirtschoftn und wassern a.
konmen ko di beregnung unschliasn be de wasser.

Oracle
Oracle
Superredner
16 Tage 19 h

…. könnte da in Zukunft sogar eine komplette Unterschutzstellung der Malser Heide die Folge sein? … dass man dann wie in einem Naturschutzgebiet defacto kaum mehr etwas machen kann … die privaten Grundeigentümer müßten dann aber klar auch entschädigt werden…. 

peterle
peterle
Universalgelehrter
16 Tage 17 h

Die privaten Grundstückbesitzer ist zum Grossteil im Besitz des Klosters Marienberg.

buggler2
buggler2
Tratscher
16 Tage 20 h

Jo wia, kimp jo ols flächendeckend beregnung, do gibt’s in 2 johr koan wool mea

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