Nicht jeder Hochzeitsantrag zieht

Naschenwengs erste Hauptrolle: Herausforderung Heiratsantrag

Sonntag, 29. März 2026 | 13:57 Uhr

Von: apa

Sängerin Melissa Naschenweng ist für den TV-Film “Herzklang – Zurück zu mir” erstmals in einer Hauptrolle vor der Kamera gestanden. Die größte Herausforderung seien nicht die traurigen Szenen gewesen, sagte die 35-Jährige im APA-Interview, sondern eine Sequenz, in der ihr ein Heiratsantrag gemacht wird. “Ich hab nach dem 20. Mal immer noch gelacht.” Denn Filmpartner Michael Steinocher spiele “einfach so eine lustige Rolle”.

ORF 1 zeigt die “Romanze zwischen Bühne und Bauernhof” (so die Ankündigung des Senders) am 4. April um 20.15 Uhr (anschließend via ORF On abrufbar). ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz hatte zu Drehbeginn abgekündigt: “Wir erfinden den ‘Heimatfilm’ für eine junge Generation neu.” Aber “es ist keine Heimatschnulze, sondern auch extrem witzig”, betonte Naschenweng. “Wenn man Lust hat auf ein bisschen Romantik, ein bisschen zu lachen, wenn man sich sehnt nach wunderschönen Heimatbildern, dann sollte man sich das anschauen.”

Die achtfache Amadeus-Gewinnerin spielt die Schlagersängerin Melanie, die trotz Liebe zur Bühne und den Fans zweifelt: Will sie dieses Leben tatsächlich führen? Als sie von ihrem Freund (Steinocher) betrogen wird, zieht sie sich in ihre Kärntner Heimat zurück und kommt dort wie gerufen, denn ihre Oma braucht dringend Hilfe mit der Almwirtschaft. Während sie immer mehr zu sich zurückfindet und zwischen ihr und einem Nationalpark-Ranger (Ferdinand Seebacher) die Funken fliegen, muss sich die Sängerin die Frage stellen, ob sie zurück ins Rampenlicht oder in ihrem alten neuen Leben glücklich werden will.

Einblick in den steinigen Weg

Der Film gewähre auch Einblick, wie steinig ihr eigener Weg war, sagte Naschenweng. Mit ihrem Privatleben decke sich die Geschichte nicht, bekräftigte sie, aber was das Berufliche betreffe, “doch ein bisschen”. Die Rolle habe sie auch gerade deshalb übernommen, weil sie eine Sängerin verkörpere: “Sechs Wochen aus meiner Musikwelt auszusteigen, um zum Beispiel eine Polizistin zu spielen, das hätte ich vermutlich nicht gemacht. Die Geschichte ist ja quasi von meiner eigenen inspiriert. Wie schwer es am Anfang ist, wie sehr man zweifelt, wie viel da rundherum passiert.”

Schauspielen sei “schon was anderes”, resümierte Naschenweng. “Auf der Bühne passiert alles nur einmal. Beim Schauspielen wird eine Szene öfter gedreht, du sollst dabei immer das Gleiche tun und die gleichen Gefühle vermitteln. Das war für mich die größte Umstellung. Aber die harte Arbeit hat einen riesengroßen Spaß gemacht.” Gänzlich neu war die Erfahrung nicht. In den beiden Pizzera-und-Jaus-Filmen “Pulled Pork” und “Neo Nuggets” war Naschenweng in einer kleinen Rolle zu sehen.

Nervosität unbegründet

Bei ihrer Hauptrollenpremiere erhielt sie Unterstützung von der Kollegenschaft: “Ich war, ehrlich gesagt, richtig nervös”, erzählte Naschenweng. Weniger wegen ihrer Aufgabe, sondern weil sie sich Gedanken machte, was die anderen über sie als Quereinsteigerin denken könnten. “Aber die waren alle so nett und hilfsbereit!” Weniger Sorgen bereitete ihr das Setting auf der Alm mit “Schafe melken und Stall ausmisten”, wie es in der ORF-Inhaltsangabe heißt. “Schafe hatten wir zwar keine, nur Kühe, aber wenn man auf einem Bergbauernhof aufgewachsen ist, fällt es nicht schwer, diese Aufgaben zu erledigen”, schmunzelte Naschenweng.

Nach einer “richtig langen Erholungsphase” im Winter stehen in den nächsten Monaten in den kommenden Wochen wieder “ganz viele” Konzerte an. Und es gibt “bald wieder einmal eine Überraschung”, kündigte Naschenweng an.

(Das Gespräch führte Wolfgang Hauptmann/APA)

(S E R V I C E – https://on.orf.at/video/14315693/trailer-neuer-film-herzklang-zurueck-zu-mir )

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