Von: importer
56 Jahre nach seiner dramatischen Nanga-Parbat-Expedition ist Bergsteigerikone Reinhold Messner an den pakistanischen Achttausender zurückgekehrt.
Der 82-jährige Südtiroler bestieg erneut den Felsen, von dem aus er und sein Bruder Günther 1970 erstmals den Nanga Parbat erblickt hatten.
In einem auf Instagram veröffentlichten Video ist zu sehen, wie er sich langsam und konzentriert an dem Felsen nach oben arbeitet.
Am 29. Juni 1970 hatten Reinhold und Günther Messner den 8.125 Meter hohen Nanga Parbat über die rund 4.500 Meter hohe Rupalwand bestiegen. Beim anschließenden Abstieg über die Diamirflanke kam Günther Messner ums Leben. Nach Angaben seines Bruders wurde er von einer Eislawine erfasst.
Jahrzehntelange Auseinandersetzungen um Umstände von Günther Messners Tod
Die Expedition von 1970 wurde zu einem der prägendsten Ereignisse in Messners Leben. Nach dem Tod Günthers erreichte Reinhold Messner schwer erschöpft und mit schweren Erfrierungen das Tal. 1978 kehrte er an den Nanga Parbat zurück und bestieg den Achttausender als erster Mensch im Alleingang von der Basis bis zum Gipfel.
Die Umstände von Günthers Tod waren jahrzehntelang Gegenstand von Auseinandersetzungen. Die sterblichen Überreste des Südtirolers wurden erst später gefunden und durch eine DNA-Analyse identifiziert. Messners Ex-Kameraden zweifelten an der Behauptung, dass Günther von einer Lawine erfasst wurde und brachten dafür Argumente. Gerichtsprozesse über mehrere Instanzen erzeugten weder Klarheit noch Frieden. Dabei ging es um den Vorwurf angeblich nicht ausreichend geleisteter Hilfe und die Frage, wo und wie Messners Bruder tatsächlich zu Tode kam.
“Hier hat alles begonnen”
“Heute bin ich zu dem Felsen zurückgekehrt, von dem aus Günther und ich den Nanga Parbat zum ersten Mal in der Ferne sahen. Heute bin ich wieder hinaufgestiegen. Hier hat alles begonnen”, schrieb Messner auf Instagram. Altes Filmmaterial und Fotografien zeigen die Brüder an derselben Stelle während ihrer Expedition. Mehr als fünf Jahrzehnte später erinnerte sich Messner erneut an den Ort und an die gemeinsame Zeit mit seinem Bruder.
Messners Rückkehr zum Nanga Parbat stieß auf große Resonanz in der Bergsteigerwelt. Unter seinem Instagram-Beitrag kommentierte unter anderem der italienische Höhenbergsteiger Simone Moro: “Bravo Reinhold”.




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