Von: apa
Die Schweiz schickt heuer mit Veronica Fusaro eine Singer-Songwriterin zum ESC nach Wien, die am 14. Mai im 2. Halbfinale um ihr Finalticket kämpfen muss. Dabei legt die 28-jährige Sängerin aus Thun mit “Alice” einen für den Bewerb ungewöhnlichen Song vor, der aus dem Blick eines Belästigers auf sein Opfer geschrieben ist. Mit der APA sprach Veronica Fusaro im Rahmen der ESC-Preparty von Oslo über ihren Song, das Gewinnen und ihre österreichischen Wurzeln.
APA: Eine ESC-Krone gehört Ihnen schon mal: Sie haben den vielleicht untypischsten Song-Contest-Beitrag im heurigen Wettbewerb …
Veronica Fusaro: Ich habe gestern durch die Playlist gehört und bin tatsächlich ein bisschen erschrocken, wie anders mein Lied tatsächlich ist. Aber für mich ist es einfach ein Song, den ich toll finde.
APA: Und man muss ja auch herausstechen beim ESC … Sind Sie denn schon lange Fan des Bewerbs oder eher zufällig zum Ticket nach Wien gekommen?
Fusaro: Eurovision war immer eine Sendung, die wir in der Familie geschaut haben, schon als ich klein war. Wir haben es nie so fiebrig verfolgt wie vielleicht andere Familien, aber es stand natürlich immer fix am Programm bei uns zu Hause. Und ich bin halt auch Halbitalienerin, deshalb gehört das Sanremo-Festival auch in diese Kategorie. Aber mir war jedenfalls sehr früh bewusst, wie viele Menschen man mit der Plattform Eurovision erreichen kann. Und deshalb habe ich irgendwann angefangen, Songs in den Schweizer Wettbewerb zu schicken. Und dieses Jahr hat es tatsächlich geklappt.
“Da will man schon Gas geben!”
APA: Heißt es für Sie nun auch alles auf Sieg? Oder sind Sie mehr der Typ Dabeisein-ist-alles?
Fusaro: Na ja, es ist schon ein Wettbewerb. Da will man schon Gas geben! Ich möchte natürlich mein Bestes geben und dem Song gerecht werden. Anders als beim Sport gewinnt bei der Musik halt nicht derjenige, der schneller über die Ziellinie kommt. Letztlich ist es alles Geschmackssache. So oder so freue ich mich aber auf den Wettbewerb, das ist korrekt.
APA: Haben Sie denn im Bewerb persönliche Favoriten? Oder wen sehen Sie als härtesten Konkurrenten?
Fusaro: Da ist viel Schönes dabei. Einer meiner Favoriten ist aber der tschechische Beitrag von Daniel Zizka. Oder der ukrainische von Leléka. Dieser Song hat was in mir ausgelöst.
APA: Im Mai geht es dann ab zum ESC. Wird der ESC-Auftritt Ihr erstes Mal in Wien sein?
Fusaro: Ich war schon einmal auf Klassenreise dort. Und ich bin ja Viertel-Österreicherin – meine Großmutter mütterlicherseits ist aus Sankt Marein im Mürztal. Insofern freue ich mich, mit Eurer Kultur ein bisschen reconnected zu werden.
(Das Gespräch führte Martin Fichter-Wöß/APA)
(S E R V I C E – www.eurovision.com/eurovision-song-contest/vienna-2026/all-participants/veronica-fusaro/ )




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