++ HANDOUT ++ Simón reitet im Büro-Outfit am Wiener Parkett ein

Simón startet für Armenien beim ESC

Freitag, 17. April 2026 | 08:00 Uhr

Von: apa

Kandidat Simón

Mit seinem treffend “Paloma Rumba” benannten Song tritt für Armenien heuer Simón in den Wettstreit um das ESC-Finale am 16. Mai ein. Eine Art Abgesang auf den schnöden Alltag in einem Bürojob legt der bürgerlich Simon Hovhannisyan genannte Sänger zum ersten – und vielleicht nicht letzten – Mal im zweiten Halbfinale am 14. Mai vor. Mit der Kür Simóns – er war im vergangenen Jahr in der armenischen Vorausscheidung Zweiter geworden – hat sich das kaukasische Land, das in den vergangenen Jahren immer wieder mit recht erstaunlichen Acts überraschte, besonders lange Zeit gelassen. Die Nominierung ging als eine der letzten für den Wiener ESC ein.

Das Ergebnis ist nun ein Beitrag, der mit verzerrten Gitarren sowie relativ hohem Grundtempo überzeugen kann und Lines wie “copy paste my days” liefert, mit denen sich wahrscheinlich so mancher Hörer identifizieren kann. Dem gegenüber stellt der bereits erfahrene Sänger und in Armenien bekannte Tänzer das demonstrative Ausbrechen in Tanz und Exzess – eine Message, die ebenso unpolitisch wie songcontest-kompatibel daherkommt.

Simón lässt sozusagen die “Taube der Freiheit” aus dem engen Bürokämmerchen fliegen, wie er erklärt. Der durchaus rockige und mit etwas musikalischem Lokalkolorit versehene Song soll jedenfalls daran erinnern, “dass es manchmal nur einen mutigen Schritt hinaus aus der Komfortzone braucht, um seine Träume zu erreichen”, wird der 31-Jährige (geboren am 9. August 1994), aus der Stadt Hrazdan stammende Sänger zitiert. Mit im Songschreiber-Team findet sich auch Rosa Linn, die armenische Teilnehmerin beim ESC in Turin 2022. Mit ihrem Song “Snap” erreichte sie letztlich im Finale zwar nur den 20. Rang, verzeichnete aber einen großen Hit in internationalen Charts und erhielt viel Radio-Airplay.

Armeniens ESC-Geschichte

Dass sich ein armenischer Act im Final-Feld wiederfindet, ist – historisch gesehen – schon fast eine Bank: Bei 16 Antritten im Semifinale kam man immerhin gleich 13 Mal weiter. 20 Jahre nach dem Debüt im Jahr 2006 wartet Armenien allerdings immer noch auf den ersten vollen Erfolg beim größten TV-Musikspektakel der Welt. Als stärkste Ergebnisse stehen bisher zwei 4. Plätze zu Buche.

Für den ersten Fast-Stockerlplatz sorgte im Jahr 2008 die Sängerin Sirusho mit “Qele, qele”. Im Jahr 2014 machte ihr dieses Kunststück Aram MP3 mit dem Titel “Not Alone” nach – damals allerdings mit gehörigem Respektabstand auf Gewinner Conchita Wurst mit “Rise Like a Phoenix”.

Zuletzt lief es in Basel für Armenien nicht optimal: Der Sänger Parg schaffte es trotz viel Energieeinsatz und nacktem Oberkörper mit “Survivor” nur auf den 20. Platz.

Die größten Erfolge Armeniens:

Platz 4

2008

Sirusho “Qele, qele”

Platz 4

2014

Aram MP3 “Not Alone”

Platz 7

2016

Iveta Mukuchyan – “LoveWave”

(S E R V I C E – www.eurovision.com/stories/armenia-reveals-simon-and-paloma-rumba-for-vienna/ )

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