Sophia-Magnago-Rose an „Bäuerin des Jahres“ Gertraud Heiss Rier übergeben

Duftende Würdigung besonderer Frauen

Freitag, 15. Mai 2026 | 16:02 Uhr

Von: luk

Kastelruth – Am heutigen 15. Mai, dem Tag der „kalten Sophie“, wurde die Sophia-Magnago-Rose am Gschtraffhof in Kastelruth an die Bäuerin des Jahres 2026, Gertraud „Gerti“ Heiss Rier, übergeben. Die „Sophia‑Magnago‑Rose“ soll künftig jährlich an eine besondere Frau in Südtirol verliehen werden– als Erinnerung an Sophia Magnago und als Zeichen für die vielen starken Frauen, die unser Land heute mitgestalten

Die Übergabe fand bewusst fern großer Bühnen statt – dort, wo tägliche Arbeit, Verantwortung und die Verbundenheit mit der Natur gelebt werden.

Die Sophia-Magnago-Rose ist eine in Südtirol entwickelte Edelrose und ein Gemeinschaftsprojekt der Südtiroler Gärtner, die für Auswahl, Vermehrung und Pflege der Sorte verantwortlich zeichnet. Mit großer fachlicher Sorgfalt wurde eine Rose gewählt, die sowohl gärtnerisch als auch symbolisch überzeugt: elegant, intensiv duftend und widerstandsfähig.

„Die Suche nach der passenden Rose war lang und anspruchsvoll“, betonte Stephan Kircher, Obmann der Südtiroler Gärtnervereinigung. „Als Gärtnervereinigung war es uns wichtig, eine Sorte zu finden und in Südtirol zu kultivieren, die den Namen Sophia Magnago wirklich trägt – mit Charakter, Stärke und Würde.“

Die Eigenschaften der Rose stehen sinnbildlich für Sophia Magnago – eine Frau, die eigenständig und selbstbewusst gestaltete, aber auch im Hintergrund wirkte, Verantwortung trug und nachhaltig wirkte. Darauf verwies Martha Stocker, Präsidentin der Silvius-Magnago-Stiftung, deren Idee die Rose war, bei der Übergabe und dieser besonderen Form des Gedenkens.

Dass die Übergabe direkt am Hof stattfand, ist Teil des Konzepts. Der 15. Mai steht für Beständigkeit und Nachhaltigkeit – Werte, die sowohl Sophia Magnago als auch Gertraud Heiss auszeichnen. Mit der Übergabe an die „Bäuerin des Jahres“ wurde bewusst jene Arbeit gewürdigt, die oft fern der Öffentlichkeit geleistet wird.

Die Landesbäuerinnen-Stellvertreterin Margit Gasser würdigte die Leistungen von Gerti Heiss und hob hervor, dass es ihr in besonderer Weise gelingt, Tradition und Innovation miteinander zu verbinden. Gleichzeitig unterstrich sie das große Engagement der Preisträgerin für eine zukunftsfähige Landwirtschaft und ihre wichtige Rolle als Vorbild für junge Bäuerinnen im Land.

Auch die Bürgermeisterin von Kastelruth und Vizepräsidentin des Südtiroler Gemeindeverbandes, Cristina Pallanch, hob die Verdienste der Bäuerin sowie den besonderen Charakter der Initiative hervor. Sie erinnerte daran, dass die Sophia-Magnago-Rose bereits im vergangenen Jahr in vielen Gemeinden gepflanzt wurde – als sichtbares Zeichen der Wertschätzung und Erinnerung.

Auch die Präsidentin der Landesbeirats für Chancengleichheit, Ulrike Oberhammer, unterstrich die Wichtigkeit dieser Anerkennung: „Die Sophia‑Magnago‑Rose soll in Zukunft jedes Jahr an eine Frau überreicht werden, die mit ihrem Engagement, ihrer Haltung und ihrer Verantwortung unser Land mitprägt. Sie ist ein Symbol des Erinnerns an Sophia Magnago, aber genauso ein bewusstes Zeichen dafür, wie viele starke, engagierte Frauen es heute in Südtirol gibt. Diese sichtbar zu machen, ist uns ein großes Anliegen.“

Für Gertraud Heiss Rier selbst ist die „blumige“ Auszeichnung eine besondere Ehre. Sie zeigte sich gerührt darüber, mit dem Namen von Sophia Magnago in Verbindung gebracht zu werden, und freut sich darauf, die Rose in ihrem Garten wachsen zu sehen.

Die Südtiroler Gärtnervereinigung versteht die Sophia-Magnago-Rose nicht nur als hochwertiges Gartenprodukt, sondern als lebendiges Symbol für Frauen, die mit Stärke, Bescheidenheit und Verantwortung wirken – und für Werte, die Zeit brauchen, um zu wachsen. „Mit dieser Rose setzen wir ein Zeichen der Anerkennung und zugleich der Ermutigung“, betonte abschließend Ulrike Larcher von der Südtiroler Gärtnervereinigung. Sie übergab die gezüchtete Rose an die Bäuerin des Jahres und pflanzte sie gemeinsam mit ihr vor Ort an einem besonderen Platz im Garten ein.

Die Pflanzung soll nicht nur eine Ehrung sein, sondern auch eine bleibende Erinnerung an eine besondere Frau – und zugleich Motivation, diesen Weg weiterzugehen.

Bezirk: Bozen

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