175 Meter lang und 1.500 Tonnen schwer

Giganten im Berg: So arbeiten die BBT-Tunnelbohrmaschinen

Montag, 30. März 2026 | 12:01 Uhr

Von: luk

Sie sind 175 Meter lang, wiegen rund 1.500 Tonnen und fressen sich unaufhaltsam durch den Fels: Die Tunnelbohrmaschinen für die neue Bahnzulaufstrecke zwischen Franzensfeste und Waidbruck sorgen derzeit für großes Interesse. Doch wie funktioniert so ein Hightech-Gigant eigentlich?

Im Zentrum steht der gewaltige Bohrkopf an der Spitze der Maschine. Ausgestattet mit zahlreichen Schneidrollen aus extrem hartem Material, dreht er sich langsam, aber mit enormer Kraft gegen das Gestein. Stück für Stück wird der Fels dabei abgetragen. Selbst härteste Formationen mit enormer Festigkeit stellen für sogenannte „Hard-Rock“-Maschinen kein Hindernis dar.

Hinter dem Bohrkopf folgt ein ausgeklügeltes System: Hydraulikpressen stemmen die Maschine gegen die Tunnelwand und sorgen dafür, dass sie sich kontinuierlich nach vorne schiebt. Gleichzeitig wird das herausgebrochene Material über Förderbänder abtransportiert. Es ist ein nahezu durchgehender Prozess, der rund um die Uhr laufen kann.

Parallel zum Vortrieb entsteht bereits der fertige Tunnel: Direkt hinter dem Bohrkopf werden vorgefertigte Betonringe eingesetzt, die die Tunnelröhre stabilisieren. So wächst der Tunnel Meter für Meter. Der Vortrieb ist präzise, sicher und deutlich schneller als bei herkömmlichen Sprengungen.

Konsortium Beobachtungsstelle: Brenner Basistunnel und Südzulauf

Die Maschinen “Renate” und “Magdalena”, die künftig zwischen Franzensfeste und Waidbruck im Einsatz sind, schaffen dabei beeindruckende Leistungen: Mit gewaltigem Schub und hoher Motorleistung können sie sich über Kilometer hinweg durch den Berg arbeiten – im konkreten Fall rund zwölf Kilometer pro Tunnelröhre.

Aktuell ist bereits eine Maschine im Einsatz, weitere folgen in den kommenden Monaten. Sie gelten als Schlüsseltechnologie für Großprojekte wie den Brenner Basistunnel und seine Zulaufstrecken.

LPA/Nicolò Degiorgis

Bezirk: Eisacktal

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