Von: luk
Goldrain – Bei der außerordentlichen Sitzung der Landesregierung am 14. April im Schloss Goldrain bei Latsch hat Landesrat Christian Bianchi mehrere Projekte im Vinschgau vorgestellt.
Ein Schwerpunkt lag auf den Infrastrukturen im Nationalpark Stilfserjoch. Vorgesehen sind unter anderem die Aufwertung der Festung Gomagoi zu einem Informations- und Servicezentrum sowie der Ankauf einer Tischlereiwerkstätte zur Unterstützung der Instandhaltungsarbeiten. Bianchi betonte: “Diese Investitionen stärken die Arbeit des Nationalparks. Einerseits wird mit der Festung Gomagoi ein historischer Ort erhalten, andererseits bekommt der Nationalpark Stilfserjoch bessere Voraussetzungen für eine nachhaltige Verwaltung.”
Auch die Arbeiten des Landesamtes für Geologie und Baustoffprüfung im Vinschgau laufen weiter. Derzeit werden Maßnahmen zur Gefahrenminderung geplant, um die Sicherheit und Resilienz der Infrastrukturen zu verbessern. Dazu gehört auch ein Projekt zur Reduzierung des Steinschlagrisikos entlang der Landesstraße 105 im Abschnitt bei Matsch. Geplant ist die Stabilisierung der Hänge zum Schutz der Straße.
Schlanders und Mals: Investitionen in Schulen
In Schlanders ist eine Erweiterung des Berufbildungszentrums geplant. Vorgesehen ist der Bau einer neuen Werkstatt und Räumlichkeiten für verschiedene Tätigkeiten der Schülerinnen und Schüler. In Mals soll ein Schülerheim mit Mensa für das Oberschulzentrum gebaut werden. Damit sollen ausreichende Räume für Unterkunft und Schulalltag geschaffen werden.
Schutzhütten: Neubau der Weißkugelhütte
Für die Weißkugelhütte in Langtaufers ist ein Neubau vorgesehen, der an einem neuen Standort am Talschluss errichtet werden soll. “Der neue Standort dient der Sicherheit, der Erreichbarkeit und der Anpassung an moderne Standards für die Unterbringung in hochalpinen Lagen”, erklärte Landesrat Bianchi.
7,8 Millionen Euro für Kirchturm-Areal
Im Zuge der Sondersitzung der Landesregierung informierte Bianchi auch über das Projekt zur Neugestaltung des Areals beim Kirchturm im Reschensee in Graun. Für das Vorhaben sind rund 7,8 Millionen Euro vorgesehen. Geplant sind ein multifunktionales Gebäude mit Informationen zur Geschichte des Ortes, Service- und Verpflegungsmöglichkeiten sowie Aufenthaltsbereiche. Zusätzlich ist eine Tiefgarage vorgesehen. “Der Reschensee ist eines der Aushängeschilder unseres Landes”, erklärte Bianchi und verwies auf dessen Bedeutung für den Tourismus sowie auf die bessere Zugänglichkeit durch das Projekt.




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