Von: luk
Bozen – Die Multiple Sklerose Vereinigung Südtirol spricht von einem bewegenden Moment: Am 27. Februar trug Vereinsmitglied Maddalena die paralympische Fackel und setzte damit ein sichtbares Zeichen für Mut und Resilienz.
Vor 25 Jahren erhielt sie die Diagnose Multiple Sklerose (MS). Damals sei Betroffenen häufig geraten worden, sich zu schonen und körperliche Anstrengung zu vermeiden. Sport habe nicht als Bestandteil der Therapie gegolten. Inzwischen habe sich das Verständnis grundlegend gewandelt: Bewegung gilt heute als wichtiger Faktor für körperliche Stabilität, psychische Stärke und Lebensqualität.
Maddalena beschreibt Sport als Wendepunkt in ihrem Leben. Er habe ihr neue Perspektiven eröffnet, ihr Selbstvertrauen gestärkt und sie Teil einer Gemeinschaft werden lassen. “Die Grenzen sind nur in unserem Kopf. Wichtig ist, sie zuzulassen und anzuerkennen – aber nicht von ihnen beherrscht zu werden.”

Mit großer Leidenschaft spielt sie Rollstuhl-Curling und steht als Ersatzspielerin im Aufgebot der italienischen Nationalmannschaft. Ihr Lebensgefährte Paolo, der nach einem Unfall querschnittsgelähmt ist, wurde ebenfalls in die Nationalmannschaft berufen und nahm an den Paralympischen Spielen teil.
Für die Multiple Sklerose Vereinigung Südtirol steht Maddalenas Weg exemplarisch für den Wandel im Umgang mit der Krankheit: Was früher Rückzug bedeutete, steht heute für Aktivität und Teilhabe. Mit ihrer Geschichte möchte der Verein Betroffenen Mut machen, eigene Möglichkeiten auszuloten – denn Bewegung bedeute auch Lebensqualität.




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