Von: stnews
Brindisi – Actionfilm-Szenen mitten am Tag auf einer italienischen Schnellstraße: Bewaffnete Räuber haben am Montagvormittag zwei Geldtransporter angegriffen, Fahrzeuge in Brand gesetzt und sich ein Feuergefecht mit den Carabinieri geliefert. Drei Verdächtige sitzen inzwischen in Haft.
Der brutale Überfall ereignete sich auf der Staatsstraße 613 zwischen Lecce und Brindisi, nahe Tuturano in Süditalien. Gegen 10.00 Uhr morgens nahmen die Kriminellen zwei gepanzerte Fahrzeuge der Firma Battistolli ins Visier. Die Täter blockierten die Fahrbahn, indem sie ein Fahrzeug querstellten und in Brand setzten. Durch das Feuer wurden die Transporter zum Stopp gezwungen.
Schießerei à la Hollywood
Was folgte, grenzt an ein Wunder: Eine Kugel durchschlug den Innenraum des Polizeiwagens von der Fahrerseite bis zur Beifahrerseite und streifte die beiden Beamten nur knapp. Die Carabinieri eröffneten das Feuer auf die Flüchtenden. Ein dienstfreier Beamter wurde von den Tätern gerammt und von der Straße gedrängt. Trotz der heftigen Schießerei wurde niemand schwer verletzt.
Die Gangster setzten nach Angaben der Ermittler sogar Sprengstoff ein, um die gepanzerten Fahrzeuge zu knacken. Ob sie Beute machen konnten, ist noch unklar. Weniger als eine Stunde nach dem Angriff schnappte die Falle zu: Ihre Flucht endete im Raum Campi Salentina, wo mehrere Patrouillen eingriffen und drei Verdächtige festnahmen. Die Ermittler gehen davon aus, dass mindestens eines der Fluchtfahrzeuge zuvor der Polizei gestohlen worden war.
Es ist nicht der erste spektakuläre Geldtransporter-Raub in Italien: Erst Anfang Februar erbeuteten Kriminelle auf der A14 bei Ortona rund 400.000 Euro. Im Dezember fielen in Kalabrien sogar zwei Millionen Euro in die Hände von Räubern. Immer wieder stehen diese Überfälle im Zusammenhang mit bekannten Mafia-Organisationen. Welche Verbindungen der aktuelle Überfall hat, werden Ermittlungen erst zeigen.



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