Von: mk
Mailand/Rom – Ministerpräsidentin Giorgia Meloni findet harsche Worte nach Ausschreitungen bei Protesten gegen die Olympischen Winterspiele in Mailand. In einem Beitrag auf Facebook kritisierte sie sowohl die Krawalle als auch einen mutmaßlichen Sabotageakt, der die Zugverbindung zwischen Bologna und Pesaro lahmlegte. Auch wenn noch kein Bekennerschreiben vorliegt, vermuten die Ermittler anarchistische Kreise hinter dem Anschlag.
„Tausende und Abertausende von Italienern arbeiten in diesen Stunden unermüdlich daran, dass während der Olympischen Spiele alles reibungslos funktioniert. Viele von ihnen engagieren sich ehrenamtlich, weil sie möchten, dass ihr Land eine gute Figur macht und weltweit Bewunderung und Respekt erfährt. Und dann gibt es jene: die Feinde Italiens und der Italiener, die ‚gegen die Olympiade‘ demonstrieren und dafür sorgen, dass diese Bilder weltweit über die Bildschirme gehen“, schrieb Meloni auf Facebook.
Dies alles sei geschehen, nachdem andere bereits Bahnkabel durchtrennt hätten, um die Abfahrt von Zügen zu verhindern. „Meine volle Solidarität gilt einmal mehr den Sicherheitskräften, der Stadt Mailand und all jenen, deren harte Arbeit von diesen kriminellen Banden zunichte gemacht wird“, so die Ministerpräsidentin.
Auch der Präsident der Abgeordnetenkammer Lorenzo Fontana verurteilte die Ausschreitungen scharf und bekundete seine Solidarität den Ordnungskräften. „Ich spreche den Sicherheitskräften meine ausdrückliche Verbundenheit und Solidarität aus, die sich erneut mit Ausschreitungen und Angriffen durch Demonstranten konfrontiert sehen – und das sogar im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen Mailand-Cortina. Es sind Bilder, die niemand sehen möchte, und Gewalttaten, die ohne Wenn und Aber zu verurteilen sind. Mein herzlicher Zuspruch gilt all jenen, die sich für das Gelingen der Spiele einsetzen und sich nun solchen absurden Situationen stellen müssen“, schrieb der Lega-Politiker auf Facebook.
Tausende Menschen haben am Tag nach der Eröffnungsfeier in Mailand gegen die in Norditalien stattfindenden Olympischen Winterspiele protestiert. Dabei kam es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei, als einige Teilnehmer Feuerwerkskörper zündeten und Steine auf die Einsatzkräfte warfen. Die Polizei trieb die Menge mit Wasserwerfern auseinander. Daneben wurde allerdings auch friedlich demonstriert.




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