Von: stnews
Sterzing/Queenstown – In Queenstown auf der neuseeländischen Südinsel laufen derzeit die Vorbereitungen für eine echte Mobilitäts-Revolution. In einem im Mai gestarteten Wettbewerbsverfahren wurde das Sterzinger Unternehmen Leitner nun offiziell für den Bau der ersten urbanen Seilbahnlinie Ozeaniens ausgewählt. Diese soll den Flughafen Queenstown über den Busbahnhof Frankton mit dem Stadtzentrum verbinden. Die voraussichtliche Fahrzeit beträgt rund 20 Minuten und bietet eine zuverlässige Alternative zur stark befahrenen Frankton Road sowie Panoramablicke über den Lake Wakatipu und die Remarkables. Die 200 Millionen Euro teure Anlage soll bis 2029 betriebsbereit sein.
Queentowns einzigartige Geographie sowie die hohen Grundstückspreise machen eine Erweiterung von Straßen oder den Bau spezieller Busspuren enorm teuer und langsam. „Eine Seilbahn – so ist auch Ross Copland, Geschäftsführer der Southern Infrastructure Limited, überzeugt – sei daher die beste Wahl für den Standort“. Southern Infrastructure ist ein in Queenstown ansässiges, privat geführtes Unternehmen, das Fachwissen, Investitionen und Engagement einbringt, um die notwendige Infrastruktur in der Region bereitzustellen. Die Seilbahnpläne bauen auf früheren Studienergebnissen auf, wonach eine Kabinenbahn vom Flughafen zur Innenstadt die optimale Verkehrslösung für Queenstown wäre. Das eingereichte Projekt von Leitner sieht hierfür eine Kabinenbahn mit sieben Stationen über fünf Sektionen mit einer stündlichen Kapazität von bis zu 3.000 Personen vor. Aufgrund der Streckenführung entstehe dabei nicht nur ein touristischer Mehrwert, sondern trage die Bahn auch zur langfristigen Infrastrukturplanung der Stadt bei.
„Unser erster Schritt ist ein Vorplanungsvertrag, der es uns ermöglicht, die Detailplanung abzuschließen“, so Ross Copland, Geschäftsführer von Southern Infrastructure. „Diese Arbeiten bilden die Grundlage für einen Generalunternehmervertrag, sobald das Projekt baureif ist.“
Mit dem Übergang in die nächste Projektphase werden nun die inhaltlichen und technischen Grundlagen weiter vertieft. Diese Phase umfasst die detaillierte Planung und Konstruktion der Anlage ebenso wie die Erstellung umfassender umweltbezogener und technischer Gutachten. Parallel dazu sind strukturierte Konsultationen mit Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümern sowie mit der lokalen Bevölkerung vorgesehen, um das Projekt transparent weiterzuentwickeln und regionale Anliegen frühzeitig zu berücksichtigen. Der Baubeginn ist – vorbehaltlich der Festlegung des geeigneten Genehmigungsverfahrens sowie aller erforderlichen behördlichen Genehmigungen – für das Jahr 2027 vorgesehen. Die Inbetriebnahme der ersten Strecke ist aktuell für 2029 geplant.
Leitner hat in Neuseeland bereits Erfahrung: Das Unternehmen realisierte hier bedeutende Projekte wie den Coronet Express, die Sky Waka-Kabinenbahn oder den neuen 8er-Sessellift am Mount Hutt.



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