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Schwarzarbeit-Skandal bei Meran: Baustopp nach Razzia – VIDEO

Mittwoch, 01. April 2026 | 10:25 Uhr

Von: luk

Meran – Ein umfangreicher Schlag gegen Schwarzarbeit im Bauwesen ist den Ermittlern der Finanzpolizei in Meran gelungen. Bei Kontrollen auf mehreren Baustellen im Burggrafenamt wurden insgesamt 62 nicht ordnungsgemäß gemeldete Arbeiter festgestellt.

Ausgangspunkt der Ermittlungen waren Unstimmigkeiten bei zwei Bauunternehmen – einer Gesellschaft und einer Einzelfirma mit derselben Führung. Obwohl auf den Baustellen reger Betrieb herrschte, wiesen die offiziellen Unterlagen nur eine geringe Zahl an Beschäftigten aus. Dies machte die Polizeibehörde misstrauisch, die gemeinsam mit Inspektoren des INPS genauere Überprüfungen einleiteten.

Teilweise völlig schwarz beschäftigt

Die Untersuchungen ergaben, dass neben wenigen regulär gemeldeten Arbeitern insgesamt 62 Personen zumindest zeitweise vollständig “Schwarz” oder irregulär beschäftigt waren. Besonders schwer wiegt, dass 14 dieser Arbeiter gleichzeitig offiziell arbeitslos gemeldet waren und Arbeitslosengeld bezogen. In einem weiteren Fall arbeitete ein Beschäftigter trotz offiziell gemeldeter Krankheit.

Die Löhne wurden laut Ermittlungen häufig in bar ausbezahlt, um gesetzliche Vorgaben zur Nachverfolgbarkeit zu umgehen. Zudem wurden Sozialabgaben systematisch nicht entrichtet: Insgesamt stellte die Finanzpolizei nicht abgeführte Beiträge in Höhe von über 270.000 Euro fest.

Hohe Strafen und Betriebsschließung

Am Ende der Kontrollen verhängten die Behörden Verwaltungsstrafen von mehr als 130.000 Euro. Zudem wurde die Tätigkeit der betroffenen Unternehmen vorübergehend eingestellt.

Die Finanzpolizei betont, dass solche Kontrollen dem Schutz fairer Wettbewerbsbedingungen und der sozialen Gerechtigkeit dienen. Schwarzarbeit schade nicht nur den öffentlichen Finanzen, sondern gefährde auch die Sicherheit der Beschäftigten erheblich.

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