Spitzenreiter blieben die USA

2025 war Rekordjahr für Millionäre

Donnerstag, 04. Juni 2026 | 11:00 Uhr

Von: APA/sda/dpa

Boomende Aktienmärkte haben den Club der Dollar-Millionäre kräftig wachsen lassen. Weltweit 25,3 Millionen Menschen verfügten laut einer Analyse im vergangenen Jahr über ein anlagefähiges Vermögen von mindestens einer Million Dollar. Das seien fast 2 Millionen mehr als 2024, hieß es im Bericht des Beratungsunternehmens Capgemini. In Österreich legte die Zahl der Dollar-Millionärinnen und Millionäre um ein Fünftel auf rund 200.000 zu.

Weltweit stieg das Vermögen schätzungsweise um 8,7 Prozent auf den Rekord von 98,3 Billionen Dollar (84,6 Billionen Euro). Insgesamt legte das Vermögen der Reichen weltweit dem jüngsten “World Wealth Report” zufolge so stark zu wie seit 2018 nicht mehr. Dabei wuchs die Zahl der sehr vermögenden Menschen mit einem investierbaren Vermögen von mindestens 30 Millionen Dollar global am schnellsten mit einer Rate von 9,4 Prozent. Basis für den rasanten Aufwärtstrend weltweit waren laut Capgemini eine robuste Entwicklung an den Aktienmärkten und die nachlassende Inflation.

Stärkster Zuwachs in den USA

Spitzenreiter blieben die USA: Dort stieg die Zahl der Millionärinnen und Millionäre um 736.000 auf 8,7 Millionen und damit stärker als in jedem anderen Land. Deutliche Zuwächse verzeichneten auch Japan auf Rang zwei mit 436.000 sowie China auf Rang vier mit 154.000 zusätzlichen Millionärinnen und Millionären.

In Deutschland auf Rang drei zählten Capgemini zufolge 2025 rund 1,78 Millionen Menschen zur Gruppe der vermögenden Privatpersonen (“High Net Worth Individuals”) und damit 11,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Zusammen vereinen die vier größten Millionärsnationen – die USA, Japan, Deutschland und China – fast zwei Drittel aller Millionärinnen und Millionäre (65,7 Prozent) weltweit.

Österreich zählte laut Bericht 2025 196.000 Dollar-Millionärinnen und -Millionäre und damit um rund 21 Prozent mehr als im Jahr davor. Das gesamte Vermögen der Reichen in Österreich summierte sich auf 564 Milliarden US-Dollar, nach 461 Milliarden US-Dollar im Vorjahr.

Capgemini berücksichtigt in seinem seit 1997 jährlich erstellten “World Wealth Report” Aktien, Anleihen, alternative Investments wie privates Beteiligungskapital, Bargeld sowie Immobilien, sofern diese nicht selbst genutzt werden. Kunstsammlungen und Gebrauchsgüter wie Autos und Schmuck werden nicht eingerechnet. Die Studie basiert auf mehreren Umfragen, an denen 6.510 vermögende Privatpersonen in 27 Märkten, 144 Führungskräfte von Vermögensverwaltern und 1.317 Kundenbetreuer teilnahmen.

Kommentare

Aktuell sind 4 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen