Nettogewinn: 89,1 Millionen Euro

A22-Bilanz 2025: Erträge von 428 Millionen Euro

Freitag, 15. Mai 2026 | 18:00 Uhr

Von: luk

Bozen – Erträge und Investitionen steigen, während die Produktionskosten sinken und die Unfallrate historische Tiefstände erreicht. So lässt sich der Jahresabschluss der Brennerautobahngesellschaft kurz zusammenfassen, den Geschäftsführer Diego Cattoni mit Zufriedenheit kommentiert: „Die Gesellschaft erzielt in allen wesentlichen Kennzahlen überzeugende Ergebnisse: vom Umsatz bis zum Produktionswert, vom EBIT bis zum Investitionsvolumen. Diese Indikatoren sind für jedes Unternehmen von grundlegender Bedeutung und belegen dessen Leistungsfähigkeit. Wir sind entschlossen, den Wert unserer Gesellschaft auch im Wettbewerb um die neue Konzession unter Beweis zu stellen.“

Der Verwaltungsrat hat am heutigen Freitagvormittag unter dem Vorsitz von Hartmann Reichhalter den Jahresabschluss genehmigt: Die Erträge erreichen 428 Millionen (2024 waren es 424,2), die Produktionskosten sinken von 333,1 auf 330 Millionen. Auch im Jahr 2025 waren die Anstrengungen zur Gewährleistung des Sicherheitsniveaus und der Streckeneffizienz intensiv und erfolgreich: Die Investitionen – sowohl in den Bereichen der Technologie und Infrastruktur, als auch im Bereich Sicherheit und Ausbildung – erreichen mit 75,8 Millionen Höchstwerte (2024 waren es 50,5), während 69,8 Millionen für Instandhaltungen aufgewendet wurden. „Diese Zahlen in ihrer Gesamtheit“, stellt Präsident Reichhalter fest, „sind das Ergebnis einer beständigen und sorgfältigen Arbeit aller, aber vor allem das Verdienst der wertvollen Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Jahr 2025 war voller Herausforderungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Luegbrücke. Glücklicherweise ist das erste der drei Jahre mit Einschränkungen ohne gravierende Beeinträchtigungen für die Nutzer verlaufen. Dieses Bilanzergebnis ermöglicht es uns, sowohl den Betrieb der Verkehrsader zu bewältigen, als auch den Schwierigkeiten im Schienengüterverkehr sowie den vielfältigen Herausforderungen in den Gebieten an der Autobahn zu begegnen. Die ausgezeichneten Ergebnisse des Jahres 2025 stärken vor allem die Position der Gesellschaft im Hinblick auf die Ausschreibung.“

Das große Engagement schlägt sich in konkrete Ergebnisse nieder: Die Gesamtunfallrate (Tasso di Incidentalità Globale: Anzahl der Unfälle pro 100 Millionen Fahrzeugkilometer) ist weiter auf 14,54 gesunken, mehr als einen Punkt unter dem Wert von 15,97 im Jahr 2024, der bereits ein hervorragendes Ergebnis darstellte, zumal der nationale Durchschnitt bei 27 liegt (aktuellste verfügbare Aiscat-Daten von 2023). In den vergangenen zehn Jahren ist die Unfallrate um 25,4 Prozent gesunken, verglichen mit den späten 1990er Jahren sogar um 70,2 Prozent. Im Jahr 2025 führten die Verkehrshilfskräfte insgesamt 19.680 Einsätze entlang der gesamten Strecke durch (2024: 16.509) und legten dabei 3,51 Millionen Kilometer zurück (2024: 3,48 Millionen Kilometer), wobei die durchschnittliche Eingriffszeit unter sieben Minuten lag. Die Kommunikation zwischen Autobahnnutzern und Autobahngesellschaft läuft fast immer über das CAU: Im Jahr 2025 sind im Benutzerservicezentrum insgesamt 223.543 Anrufe eingegangen, in 214.537 Fällen handelte es sich dabei um Informations- und/oder Unterstützungsanfragen. Das entspricht im Durchschnitt 588 bearbeiteten Anrufen pro Tag. In 86,2 Prozent der Fälle wurde der Anruf innerhalb von 15 Sekunden entgegengenommen, in 9,75 Prozent innerhalb von 15 bis 30 Sekunden, während in den verbleibenden vier Prozent mehr als 30 Sekunden benötigt wurden.

Die Kennzahlen aus dem Jahr 2025

Der Jahresüberschuss ist mit 89,1 Millionen hervorragend, trotz einer um mehr als fünf Prozent veränderten Steuerbelastung, der Turbulenzen auf den Finanzmärkten im Jahr 2025 und des Rückgangs der liquiden Mittel infolge der Ratenzahlungen für die sogenannten „Extraprofite“ und den Eisenbahnfonds, wodurch sich das Ergebnis aus dem Finanzmanagement auf über 25 Millionen beläuft. Im Vergleich zu 2024 leicht angestiegen ist das Verkehrsaufkommen: 5,32 Milliarden Kilometer wurden auf der Autobahnverbindung zwischen Brenner und Modena zurückgelegt, bei durchschnittlich mehr als 46.000 Fahrzeugen täglich. Wie bereits erwähnt steigt der Produktionswert ebenso wie das EBITDA, das auf 169,9 Millionen wächst (+3,2 Prozent), und das EBIT auf 97,5 Millionen (+7 Prozent). Konstant und positiv sind auch die Einnahmen aus den Raststätten, die in diesem Jahr 23,23 Millionen Euro betragen, im Vergleich zu 23,1 Millionen im Jahr 2024.

Investitionen und Instandhaltungen

Im Jahr 2025 ist auch das Kapitel Investitionen und Instandhaltung von großer Bedeutung – mit dem Ziel, den Nutzern einen sicheren und qualitativ hochwertigen Service zu bieten und gleichzeitig die Projekte in den Bereichen Innovation und Nachhaltigkeit voranzutreiben, denen sich die Gesellschaft seit Jahren verschrieben hat. Nicht weniger als 75,8 Millionen (+51,6 Prozent im Vergleich zu 2024) wurden für Investitionen bereitgestellt, davon 62,1 Millionen für betriebliche Innovationen. Von den 69,8 Millionen für Instandhaltungsarbeiten entfiel mit 21,4 Millionen der größte Teil auf die Instandhaltung des Fahrbahnbelags, gefolgt von 9,9 Millionen für die Instandhaltung der Anlagen, 8,2 Millionen für die Bauwerke, 7,8 Millionen für die Beschilderung und die Leitplanken und 5,7 Millionen für die Grünflächen, um nur die wichtigsten Posten zu nennen.

Hochgeschwindigkeitsstrecke in Verona

Der Verwaltungsrat, dem die beiden Veroneser Vertreter Alessia Rotta, Vizepräsidentin, und Alessandro Montagnoli angehören, hat zudem ein wichtiges Projekt beschlossen, das insbesondere von der Stadt Verona erwartet wird: den Bau einer neuen Eisenbahnunterführung für den Hochgeschwindigkeitsverkehr. Diese wird die Kapazität der bestehenden Bahnstrecken erhöhen und gleichzeitig die erforderliche Infrastruktur für die dritte Fahrspur der A22 schaffen. Das Bauwerk wird die Autobahn bei Kilometer 225, unweit der Mautstelle Verona Nord, unterqueren und ist mit geschätzten Kosten von 51 Millionen Euro veranschlagt, davon 31 Millionen zu Lasten der Brennerautobahngesellschaft, während der Rest vom italienischen Schienennetzbetreiber RFI getragen wird. Ebenfalls für Verona hat der Verwaltungsrat die Erneuerung der Unterführung an der Mautstelle Verona Nord genehmigt.

Bezirk: Bozen

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