Landwirtschaft und Umwelt

Ab 21. November: Expertenrat arbeitet an Gesellschaftsvertrag

Dienstag, 19. November 2019 | 12:34 Uhr

Bozen – Landwirtschaftslandesrat Arnold Schuler hat 2018 einen unabhängigen Expertenrat für agrarpolitische Fragen eingerichtet. Dieser “Rat der Weisen” aus sechs renommierten Fachleuten aus dem In- und Ausland soll unter anderem Impulse für die Zukunft der Südtiroler Landwirtschaft geben. Von Donnerstag, 21., bis Freitag, 22. November, tagt der Expertenrat für die Bereiche Landwirtschaft und Umwelt in der Forstschule Latemar.

Sechsköpfiger Expertenrat tagt am Karerpass

Neues Mitglied des Expertenrates für den Bereich Tourismus ist Thomas Bausch von der Freien Universität Bozen. Er forscht über die Auswirkungen von Treibern auf den Tourismus und das Destinationsmanagement mit Schwerpunkt Demographie und Klimawandel. Weitere Mitglieder sind Ulrike Tappeiner von Eurac Research in Bozen, Matthias Gauly von der Freien Universität Bozen, Hiltrud Nieberg vom Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei in Braunschweig, Georg Friedrich Backhaus vom Julius-Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen mit mehreren Standorten in Deutschland, sowie Alois Heißenhuber von der Technischen Universität München.

Ehrenamtliche Zukunftsarbeit

Die Experten stellen ihr Know-how ehrenamtlich zur Verfügung, zumal kein Sitzungsentgelt für die Mitglieder des Beirates vorgesehen ist. Zu ihren Aufgaben gehören die allgemeine Einschätzung und Bewertung der aktuellen und künftigen Entwicklungen der Landwirtschaft in Südtirol sowie die Ausarbeitung von Vorschlägen für die Weiterentwicklung des ländlichen Raums.

Dialog über zukunftsfähige Landwirtschaft anstoßen

Im Mittelpunkt der diesjährigen Klausur steht das Thema Gesellschaftsvertrag. Während der zweitägigen Klausur sollen die Experten entsprechende Ideen und Konzepte ausarbeiten. Ziel des Gesellschaftsvertrages ist es, das Spannungsfeld zwischen Notwendigkeiten der Landwirtschaft in der Produktion, der Ökologie und der Erwartungshaltung der Gesellschaft offen anzugehen, Missverständnisse auszuräumen und einen gemeinsamen Ansatz für eine zukunftsfähige Landwirtschaft zu finden. Mit dem Gesellschaftsvertrag soll ein Dialogprozess über eine zukunftsfähige Landwirtschaft angestoßen werden, welcher die Belange aller Betroffenen berücksichtigt.

Landesrat Schuler hebt die Bedeutung des Expertenrates hervor: “Die Experten haben bereits zahlreiche positive Anregungen zur Weiterentwicklung einer nachhaltigen Landwirtschaft in Südtirol geliefert. Auf die Vorschläge und Ideen der Experten zum Thema Gesellschaftsvertrag bin ich schon sehr gespannt.”

Von: luk

Bezirk: Bozen

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