Ausbildung an Claudiana

Allgemeinmedizin: 30 weitere Ausbildungsplätze gegen Hausarztmangel

Dienstag, 29. Januar 2019 | 13:47 Uhr

Bozen – Das Auswahlverfahren für die Facharztausbildung startet im Frühjahr an der Fachhochschule Claudiana in Bozen. 30 Studienplätze werden jährlich vergeben.
Die neue Landesregierung setzt einen weiteren Schritt, um dem Mangel an Hausärzten entgegenzutreten. Heute wurde die Wettbewerbsausschreibung für die Zulassung zur dreijährigen Sonderausbildung in Allgemeinmedizin 2019-22 genehmigt. Dadurch werden bis zum Jahr 2022 jährlich 30 weitere Ausbildungsplätze geschaffen, um den bestehenden Bedarf an Hausärztinnen und Hausärzten bestmöglich und zeitnah zu decken. “Wir haben gemeinschaftlich mit allen Interessensvertretungen entschieden, die Ausbildungsplätze von ursprünglich 25 auf 30 pro Jahr aufzustocken, denn wir wissen: In diesem Bereich brauchen wir jede Kraft”, betonte Landeshauptmann Arno Kompatscher bei der heutigen Pressekonferenz im Anschluss an die Landesregierungssitzung.

Um möglichst vielen Interessierten den Zugang zu dieser Ausbildung zu ermöglichen, sind Prüfungssessionen (am 10. April und am 12. Juni 2019) vorgesehen. Die entsprechenden Gesuche müssen innerhalb 12.00 Uhr des 30. Tages nach Veröffentlichung der Wettbewerbsausschreibung im Amtsblatt der Region eingereicht werden, für die zweite Session kann man sich vom 15. April bis 15. Mai (innerhalb 12.00 Uhr) im Landesamt für Gesundheitsordnung bewerben. Die zweite Einreichfrist gilt nur, sofern nicht alle verfügbaren Ausbildungsstellen bereits mit der ersten Rangordnung vergeben werden. Zugelassen sind Absolventinnen und Absolventen eines Doktorats in Medizin und Chirurgie oder einer anerkannten ärztlichen Grundausbildung, welche die Befähigung zur Ausübung des Arztberufes sowie die Eintragung in das Berufsalbum der Ärzte- und Zahnärztekammer vorweisen können.

Ausbildung an Claudiana, Stipendium für Sonderausbildung

Alle Praktika und Seminare der Sonderausbildung in Allgemeinmedizin finden an den akkreditierten Krankenhäusern des Landes oder bei verschiedenen Ärzten für Allgemeinmedizin statt. Organisiert wird die Ausbildung vom Institut für Allgemeinmedizin mit Sitz an der Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe “Claudiana” in Bozen, für die Organisation der Aufnahme- und Abschlussprüfungen zeichnet das Landesamt für Gesundheitsordnung verantwortlich. In ihrer heutigen Sitzung hat die Landesregierung auch den Dreijahresplan der Ausbildungsplätze genehmigt und den entsprechenden Bildungsauftrag an das Claudiana-Institut erteilt. Sowohl das Landeskomitee für Gesundheitsplanung, als auch die Ärzte- und Zahnärztekammer Südtirols befürworten das Vorhaben, weitere Hausärztinnen und Hausärzte auszubilden.

Bereits seit Längerem arbeiten das Gesundheitsressort des Landes und der Südtiroler Sanitätsbetrieb daran, die Allgemeinmedizin weiter zu stärken. So haben im September 2018 insgesamt 14 Ärztinnen und Ärzte ihre dreijährige Spezialisierung in Allgemeinmedizin erfolgreich abgeschlossen, weitere 25 befinden sich momentan in der Ausbildungsphase. Um Mediziner in diesem Bereich zu unterstützen, steht bereits seit 2011 ein Landesstipendium in der Höhe von 2084 Euro im Monat zu, zusätzlich erhalten Auszubildende eine Entschädigung in der Höhe von 450 Euro monatlich, wenn sie im Besitz des  Zweisprachigkeitsnachweises sind.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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2 Kommentare auf "Allgemeinmedizin: 30 weitere Ausbildungsplätze gegen Hausarztmangel"


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thomas
thomas
Universalgelehrter
21 Tage 6 h

wenn Krankenpfleger Hausärzte ausbilden……na Prosit

wellen
wellen
Superredner
21 Tage 3 h

Ist die Zweisprachigkeit Aufnahmebedingung? Sonst kann man sich ausrechnen: die Hausärzte aus anderen Regionen strömen nach Südtirol, werden mit unseren Steuergeldetn ausgebildet und verlassen dann flugs das Land wieder…Ist auch die Ausbildung zwrisprachig?

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