Angespannte Personalsituation

Anästhesie Bozen: “Bevölkerung muss nicht bangen”

Donnerstag, 06. Dezember 2018 | 19:50 Uhr

Bozen – Auf der Tagesordnung der monatlichen Sitzung der Betriebsdirektion mit den Gewerkschaftsorganisationen standen gleich mehrere wichtige Themen. Trotzdem herrschte ein sachliches und konstruktives Klima vor.

Landesweite Vormerkungsstelle nimmt Fahrt auf

Luca Armanaschi, Abteilungsdirektor für Krankenhausbetreuung, informierte die anwesenden Gewerkschaftsvertreter und -vertreterinnen über die konkrete Umsetzung der landesweiten Vormerkungsstelle. Eine Reihe von Maßnahmen wurde bereits auf den Weg gebracht; so können mittlerweile landesweit und online Leistungen der Augenheilkunde, Dermatologie, HNO, Allgemeinchirurgie sowie auch Physiatrische Visiten und Koloskopien vorgemerkt werden, in Kürze kommen noch neurologische und konventionelle Radiologie-Leistungen dazu.

Geplant ist 2019 die schrittweise Migration der unterschiedlichen Vormerkagenden in das einheitliche Vormerkprogramm, flankiert von den nötigen organisatorischen und personellen Maßnahmen. Innerhalb Juni 2020 wird in Südtirol eine einzige landesweite Vormerkungsstelle operativ sein, mit zwei dezentralen Arbeitsstätten (Bozen und Brixen), die rund 1,4 Mio. Eingangstelefonate bearbeiten wird. Ein automatisches Erinnerungssystem startet bereits mit Anfang 2019 und wird nach und nach ausgeweitet. Die Telefonsysteme werden zusammengelegt und integriert, mit dem Ziel, eine landesweit einheitliche Nummer für die Bürgerinnen und Bürger einzuführen. Der Beschluss für dieses wichtige Projekt wurde diese Woche von der Betriebsdirektion gefasst.

Vergabeverfahren für Haftpflichtversicherung

Die Zuschlagserteilung der Vergabe für die Haftpflichtversicherung des Betriebes wurde mit Beschluss dieser Woche an die UNIQA Österreich Versicherungen AG, als einziger Teilnehmerin am offenen EU Verfahren und einzige Bietende, genehmigt. Der Beschluss wird nach der Überprüfung aller Erklärungen und gesetzlich vorgesehenen Unterlagen von Seiten der Vergabeagentur wirksam.

Anästhesie Bozen: Erhöhung des Stellenplanes und Aktionsplan

Die Generaldirektion informierte im Rahmen der Sitzung über die Ergebnisse der gemeinsamen Aussprache am frühen Nachmittag mit der Bezirksdirektion und zwölf Chefärzten der chirurgischen Disziplinen des Krankenhauses Bozen. Wichtigste Feststellung aller beteiligten Personen: Die Personalsituation ist zwar angespannt, die Bevölkerung muss aber keinesfalls bangen, nicht qualitativ hochstehend und zeitgerecht behandelt zu werden. Um die Betreuung der Bevölkerung bestmöglich aufrecht erhalten zu können, wird noch in diesem Jahr die Erhöhung des Stellenplanes genehmigt.

Die Direktion hatte bereits im Sommer dieses Jahres, auf der Grundlage einer von der Landesregierung genehmigten Stellenplan-Erhöhung um 55 Vollzeitstellen, eine landesweite Analyse des Bedarfes auf den Weg gebracht. Es steht mittlerweile fest, dass die Anästhesie-Bozen, aktuell mit einem Stellenplan von 36 Vollzeit- und einer Chefarztstelle, einer dringenden Erhöhung bedarf. Gleichzeitig wird von der Sanitätsdirektion mit den verantwortlichen Stellen im Betrieb analysiert, ob leichtere Eingriffe auch in anderen Krankenhäusern durchgeführt werden können. Weitere Maßnahmen sind der Abschluss von Konventionen um kurzfristig Fachkräfte zu verpflichten und die zügige Ernennung eines OP-Managers.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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9 Kommentare auf "Anästhesie Bozen: “Bevölkerung muss nicht bangen”"


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oli.
oli.
Universalgelehrter
11 Tage 15 h

Es wird noch soweit kommen , der Nachbar kommt mit dem Gummihamer , die liebe Nachbarin als Krankenschwester und der Dorf Metzger schwingt das Messer.
Ach und den Bestatter für alle Fälle gibt es ja auch noch , Amen 📿

wouxune
wouxune
Tratscher
11 Tage 14 h

Gestern panikmoche heint wieder olls ok. Dank Stocker und Co.😁😂😂😂😂

Jefe
Jefe
Tratscher
11 Tage 15 h

Na dann….können wir ja wieder ruhig schlafen

thomas
thomas
Universalgelehrter
11 Tage 5 h

nur operieren, was unbedingt operiert werden muss. Da werden viel zu viele Operationen durchgeführt, die nicht unbedingt sein müssten

AnWin
AnWin
Tratscher
11 Tage 4 h

…ist ja alles ueberzuechtet111Kein wunder ,dass es keine Aerzte mehr gibt bei diesen Vorschriften,Anzeigen gegen Aerzte,usw….

So ist das
So ist das
Universalgelehrter
11 Tage 7 h

Als würde die Generaldirektion seit Jahren glaubwürdig rüberkommen, damit die Bevölkerung nicht bangen muss.

Savonarola
Savonarola
Universalgelehrter
11 Tage 4 h

wir bangen nicht, so wie wir bei den Zwischenfällen im Müllverbrennungsofen nie gebangt haben. Es ist alles in bester Ordnung!

ma che
ma che
Tratscher
11 Tage 3 h

“Es wurde eineErhöhung des Stellenplans genehmigt.”
Hieß es nicht immer: man findet keine Ärzte?!
Und jetzt stellt sich heraus, dass man einfach keine angestellt hat!!

giftzwerg
giftzwerg
Universalgelehrter
10 Tage 23 h

so geats wenn lehrer für die sanität sorgen .
 do brauchts ein  mediziner und net unternehmer oder agrarwissenschaftler 

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