Rangordnungen veröffentlicht

Anstellung von Ärzten wird leichter

Dienstag, 04. April 2017 | 17:55 Uhr

Bozen – Seit Jahren arbeiteten Fachärztinnen und Fachärzte ohne Zweisprachigkeitsnachweis in Diensten des Südtiroler Sanitätsbetriebes. Sie konnten nur mit Werkverträgen verpflichtet werden. Nunmehr ist es möglich, eine zeitlich befristete Anstellung durchzuführen, mit der Verpflichtung den Zweisprachigkeitsnachweis innerhalb höchstens 3 Jahren nachzureichen.

In erster Linie geht um es um die vier Fachbereiche Anästhesie und Wiederbelebung, Gynäkologie und Geburtshilfe, Pädiatrie sowie Notfallmedizin und Unfallchirurgie, in denen akuter Fachärzte-Mangel herrscht. Heute wurde jeweils eine Rangordnung mit zwei Teilen veröffentlicht: eine mit Zweisprachigkeitsnachweis und eine ohne Zweisprachigkeitsnachweis. Die Rangordnung der BewerberInnen ohne Nachweis findet nur Anwendung, wenn jene mit Nachweis erschöpft ist. Die Teilnahme an einem Sprachkurs ist aber Pflicht.

Die Rangordnungen sind auf www.sabes.it/karriere veröffentlicht. Abgabetermin der Gesuche ist der 30. Juni 2017.

Diese Vorgangsweise wurde nötig, da durch die ordentlichen Wettbewerbsprozeduren kein Personal mit den vorgesehenen Voraussetzungen gefunden werden konnten. Durch die angebotenen Sprachkurse sollen die zukünftigen neuen MitarbeiterInnen aber schnell und effizient der zweiten Landessprache mächtig werden. Innerhalb höchstens 3 Jahren müssen sie den für die Einstellung nötigen Zweisprachigkeitsnachweis erbringen.

Rangordnungen für BewerberInnen mit und ohne Zweisprachigkeitsnachweis wurden auch in den Bereichen Notfallmedizin und Unfallchirurgie (Gesundheitsbezirk Bozen, bis 19.4.), Ophthalmologie, Innere Medizin, Gynäkologie und Geburtshilfe, Dermatologie und Venerologie (alle Gesundheitsbezirk Bruneck, bis 6.4.) veröffentlicht.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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2 Kommentare auf "Anstellung von Ärzten wird leichter"


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denkbar
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Superredner
21 Tage 6 h

Wir hatten einmal eine ziemlich gut funktionierende Sanität. Dass dem nicht mehr so ist, dafür trägt in erster Linie die Politik die Verantwortung!
So zu tun, als ob der Zweisprachigkeitsnachweis das Problem wäre, das ist doch eine Augenauswischerei. Schicken sie diese Leute in Sprachkurse! Wenn sie den Posten wollen, mit dem sich ja im Vergleich zu anderen Ländern, doch gutes Geld verdienen lässt, werden sie die Sprache schon lernen.
Ich glaub so langsam, dass nicht die Medien, sondern die Politiker “fake news” produzieren.

Nathan
Nathan
Grünschnabel
21 Tage 17 h
Aha – was für ein Armutszeugnis der super tollen Südtirol Autonomie – ja ist ja völlig egal, ob ein Patient den Arzt versteht, Hauptsache die Super Autonomie kann genügend Ärzte vorweisen, ob der jetzt aus Indien, Afrika oder Buxtehude kommt ist uninteressant. Sic! Gut das die Hälfte der Südtiroler die Fachbegriffe in italienisch nicht versteht…und diese Sprache hat man in der Schule gelernt… Wie wird es dann bloß mit englisch, Urdu oder Sonstigem, mit den Fachbegriffen, wohlgemerkt?! Wenn die neuen Ärzte erst in drei Jahren den Nachweis der Erlernung der zweiten Landesprache erbringen müssen – na dann können wir uns… Weiterlesen »
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