Kritik der Gewerkschaft an Organisation

ASGB: “Wieviel ist uns der Schutz der Lehrpersonen wert?”

Dienstag, 26. Januar 2021 | 15:57 Uhr

Bozen – Als am 5. Januar in der Verordnung des Landeshauptmannes davon die Rede war, alle Lehrpersonen müssten, sofern die Schulen sie ihnen zur Verfügung stellten, FFP2-Masken tragen und keine zwei Tage darauf im Rundschreiben der drei Bildungsdirektionen eben diese Sicherheitsvorkehrung nur auf die sogenannten Risikogruppen beschränkt wurde, haben die vier Schulgewerkschaften ein Schreiben an die Bildungsdirektionen und die zuständigen Landesräte  mit der Bitte um Klärung dieser widersprüchlichen Aussendungen verschickt. “Bis heute gab es noch keine offizielle Stellungnahme bzw. Antwort”, präzisiert der ASGB.

“Angesichts der steigenden Infektionen an den Schulen (man muss nur an die sich in Quarantäne befindenden Klassen denken) möchte man vermuten, der Schutz der Arbeitnehmer hätte höchste Priorität für einen Arbeitgeber. Die Zurverfügungstellung entsprechender Schutzausrüstung fällt nämlich in die Obliegenheiten eines Arbeitgebers”, so der ASGB.

Wie schaut es in Wirklichkeit aus:

Man hat an einigen Schulen den Lehrpersonen zwei oder drei FFP2- Masken ausgehändigt. Einigen Schulen ist es ein Anliegen, das Personal in höchst möglichem Ausmaße zu schützen. So haben sie über das Schulbudget entsprechende Mengen an Masken angekauft, während andere Schulen wiederum die Masken nur an jene Lehrpersonen aushändigen, welche einen entsprechenden Kurs (angeboten über die Plattform Kopernikus) über das korrekte Verwenden der Masken absolviert haben. Ebenso gibt es Schulen, die keine Masken ausgeteilt haben.

Im Kurs wird den Lehrpersonen ans Herz gelegt, dass nur CE- zertifizierte Masken ausreichenden Schutz böten und sie nur diese verwenden sollten.

Interessanterweise verfügen die von den Bildungsdirektionen ausgehändigten Masken nicht über diese Zertifizierung; laut Aussage der Bildungsdirektorin Falkensteiner (Interview Rai Südtirol/Tagesschau Montag, 25. Januar 21) unter Berufung auf die Aussage der entsprechenden Verantwortlichen würden die ausgeteilten Modelle aber demselben Standard entsprechen.

Unkomplizierte Organisation sehe anders aus, so der ASGB.

Will man die Schulen weiterhin offenhalten, muss man hier schnell und unkompliziert Lösungen anbieten. In den Nachbarländern werden Lehrpersonen mehr geschützt. In NRW z.B. erhalten Lehrpersonen täglich zwei FFP2-Masken pro Tag. Wir fordern, dass allen Lehrpersonen, die den Wunsch nach mehr Schutz haben, ausreichend FFP2-Masken zur Verfügung gestellt werden. Ebenso schließen wir uns der Forderung der Lehrverbände an: allen Lehrpersonen muss auf freiwilliger Basis die Möglichkeit einer raschen Impfung geboten werden.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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12 Kommentare auf "ASGB: “Wieviel ist uns der Schutz der Lehrpersonen wert?”"


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wellen
wellen
Universalgelehrter
30 Tage 1 h

Die Schüler sollten auch ffp2 Masken tragen. 274 Infektionen in 1 Woche!

sixtus
sixtus
Grünschnabel
29 Tage 23 h

Dann müssen die FFP2 Masken auch für die Schüler zur Verfügung gestellt werden. In der Privatwirtschaft müssen wir auch die Masken selber kaufen.

Storch24
Storch24
Kinig
29 Tage 22 h

Auch vor 14 Tagen über 200

Mezcalito
Mezcalito
Superredner
29 Tage 22 h

positiv getestet heisst nicht krank und auch nicht ansteckend. sondern nur positiv getestet. nicht mehr und nicht weniger

Gustl64
Gustl64
Tratscher
30 Tage 2 h

Habe als Lehrperson mit Vorerkrankung vom Betriebsarzt die Weisung bekommen, im Unterricht die ffp2 Maske zu tragen und eine Schutzbrille oder Visier zu verwenden. Habe letzteres nie erhalten, habe nach 2 Monaten 4 ffp2 Masken ohne CE bekommen.

Server
Server
Superredner
30 Tage 1 h

@Gustl64
Lehrpersonen müssen und sollen geschützt werden, wie sonst sollten sie den Unterricht aufrecht halten?

Trina1
Trina1
Superredner
30 Tage 46 Min

Der Schutz muss für jede Kategorie den selben Wert haben !

Chrys
Chrys
Tratscher
29 Tage 21 h

Ehrlich gesagt ist diese Polemik sehr am Limit. Die öffentlich angestellten sind die Arbeitnehmer die am wenigsten unter der Covid-19 Krise zu leiden gehabt haben. Zudem haben sie wesentlich Teil ihrer Arbeit von zu Hause aus getätigt.
Die Kosten fuer eine FFP2 Maske belaufen sich auf zirka € 1,00 das Stück und halten 8-10 Stunden.
Eine Lehrperson unterrichtet zirka 18 Wochenstunden an 175 Tage, also zirka 3,5 Stunden pro Tag, folglich würde eine Maske locker fuer 2 Tage reichen. Kostenpunkt also zirka 10,00 € pro Monat. 

PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Superredner
29 Tage 22 h

Ob eine Lehrpetson gut oder schlecht ist, ist, was Wissensvermittlung betrifft, ziemlich egal. Die SchülerInnen vergessen, sobald sie über den Lehrstoff geprüft worden sind, alles zur Stunde. Die interessiert das alles nicht. Die wollen nur endlich das Maturadiplom. Und nichts mehr.

Hotznplotz
Hotznplotz
Grünschnabel
29 Tage 20 h

Des isch es Zeichen für China Export!
Vergessmor bei die Impfungen nit die Kindergärtnerinnen und die Tagesmütter! Erklär an Kluankind amol, dass es dir nit ins Gsicht Niasn soll…

The secret garden
The secret garden
Grünschnabel
29 Tage 21 h

Die Maske im Foto entspricht nicht den europäischen Normen. Das CE-Zeichen hat nicht die richtigen Proportionen (das C und das E sind zu schmal im Vergleich zu der Höhe). Nach dem CE-Zeichen muss außerdem die Nummer der Benannten Stelle (notified body) stehen, die die Maske geprüft und zertifiziert hat.

The secret garden
The secret garden
Grünschnabel
29 Tage 21 h

Benannte Stellen:

https://ec.europa.eu/growth/tools-databases/nando/index.cfm?fuseaction=notifiedbody.main

Die Stelle muss autorisiert sein, persönliche Schutzausrüstung (PPE)
zu zertifizieren.

Richtige CE-Kennzeichnung:

https://de.wikipedia.org/wiki/CE-Kennzeichnung

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