Von: luk
Bozen – Südtirols Tourismus hat im Jahr 2025 erneut zugelegt. Wie aus einer aktuellen Erhebung des Landesinstituts für Statistik ASTAT hervorgeht, wurden im vergangenen Jahr 38,2 Millionen Übernachtungen und 9,1 Millionen Ankünfte registriert. Das entspricht im Vergleich zu 2024 einem Plus von 3,1 Prozent bei den Übernachtungen und 3,9 Prozent bei den Ankünften.
Besonders stark war erneut der August: Mit 6,17 Millionen Übernachtungen näherte sich der Sommermonat dem bisherigen Rekordwert aus dem August 2021 an. Auch bei den Ankünften war der August mit knapp 1,3 Millionen Gästen der stärkste Monat des Jahres.
Insgesamt standen den Gästen in Südtirol im Jahr 2025 rund 262.870 Betten in 12.187 Beherbergungsbetrieben zur Verfügung. Damit stieg sowohl die Zahl der Betriebe als auch jene der Bettenkapazität gegenüber dem Vorjahr deutlich an.
Das Pustertal bleibt die tourismusstärkste Bezirksgemeinschaft des Landes. Dort wurden mehr als 11,7 Millionen Übernachtungen gezählt, was rund 30,8 Prozent aller Nächtigungen in Südtirol entspricht. Dahinter folgen das Burggrafenamt und Salten-Schlern. In Bozen wurde mit mehr als einer Million Übernachtungen erstmals diese Marke überschritten.
Die wichtigste Gästegruppe kommt weiterhin aus Deutschland. Deutsche Urlauber sorgten 2025 für 44,9 Prozent aller Übernachtungen und 39,3 Prozent der Ankünfte. Die Zahl ist jedoch rückläufig gegenüber den 47,3 Prozent des Vorjahres.
Italienische Gäste, inklusive jener aus Südtirol, kamen auf 27,9 Prozent der Übernachtungen. Gleichzeitig zeigt die Statistik eine zunehmende Internationalisierung: Besonders stark zugenommen haben die Übernachtungen von Gästen aus asiatischen Ländern sowie aus den USA.
72,1 Prozent aller Übernachtungen entfielen auf gastgewerbliche Betriebe wie Hotels und Pensionen, während 27,9 Prozent auf nicht gastgewerbliche Unterkünfte wie Privatquartiere oder Urlaub-auf-dem-Bauernhof-Betriebe kamen. Besonders beliebt blieben 3-Sterne-Hotels mit mehr als zehn Millionen Übernachtungen.
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag bei 4,2 Tagen und blieb damit gegenüber 2024 unverändert. Die Bettenauslastung erreichte im Jahresdurchschnitt 39,9 Prozent. Am höchsten war sie im August mit 75,6 Prozent, während der November mit lediglich 10 Prozent den schwächsten Wert aufwies.
Laut ASTAT unterstreichen die Zahlen die große wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für Südtirol. Gleichzeitig zeigten die Daten aber auch Herausforderungen wie die starke Saisonalität und die teils geringe Auslastung außerhalb der Hauptreisezeiten auf.
Landesrat Walcher will mehr: “Schwächer entwickelte Gebiete mehr fördern”
Bozen – Das Landesinstitut für Statistik Astat hat am 15. Mai detaillierte Daten und Kennzahlen zum Tourismus in Südtirol im Jahr 2025 veröffentlicht: Mit 38,2 Millionen Übernachtungen entsprechen die Daten einem Plus von 3,1 Prozentpunkten im Vergleich zum Jahr 2024. Im Vorjahr wurden 9,1 Millionen Ankünfte gezählt, was einem Zuwachs von 3,9 Prozentpunkten entspricht. In gastgewerblichen Betrieben wurden 2025 262.87 Betten gezählt (plus 2,3 Prozentpunkte), in nicht gastgewerblichen 12.187 (plus 3,7 Prozentpunkte). Die stärksten Zuwächse wurden im Eisacktal verzeichnet (plus 5,8) sowie im Pustertal (plus 4,1). Die geringste Zunahme wies das Wipptal mit 1,0 Prozentpunkten auf. 2025 wurden 12.187 Betten mehr gezählt als 2024.
Im August 2025 wurde mit sechs Millionen Übernachtungen die höchste Zahl erreicht; Rückgänge waren hingegen im März und im Mai zu verzeichnen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 2025 4,2 Tage.
“Es ist mir ein großes Anliegen, die Aufenthaltsdauer zu verlängern”, unterstreicht Tourismuslandesrat Luis Walcher, “und dafür auch in nachhaltige Mobilitätskonzepte zu investieren”.
Tourismuslandesrat Walcher verweist auf die verschiedenen Intensitäten in den verschiedenen Bezirken und unterstreicht, es gelte, diese auszugleichen, indem schwächer entwickelte Gebiete mehr gefördert werden. Konkrete Initiativen, die dieses Ziel unterstützten, sind der Ausbau der Förderung der Dorfgasthäuser und die gezielte Förderung der Tourismusorganisationen in touristisch schwach entwickelten Gebieten.
Was die Zunahme der Bettenanzahl betrifft, betont er, dass es sich dabei um Nachmeldungen handle, diese Betten hätten schon vorher bestanden.
“Tourismus ist ein großer Wirtschaftsfaktor mit positiven wirtschaftlichen Auswirkungen auf Südtirol”, hebt Landesrat Walcher hervor: “Mit dem Tourismus fließt regelmäßig mehr Geld in die lokale Wirtschaft, was zu einer höheren Nachfrage nach Dienstleistungen und Produkten führt und Arbeitsplätze schafft. Im Tourismusbereich gibt es eine Vielzahl von Arbeitsplätzen im Dienstleistungssektor, darunter Hotels, Restaurants, Freizeitbetriebe, Einzelhandel. Dies belebt den Arbeitsmarkt und verschafft vielen Menschen in Südtirol eine stabile Einkommensquelle. Auch tourismusnahe Berufe wie Fremdenführer, Kulturveranstalter und Transportdienstleister profitieren von der positiven Entwicklung im Tourismusbereich.”
“Es bedarf einer verantwortungsvollen Tourismusentwicklung, um die verschiedenen Bedürfnisse der Bevölkerung, aber auch der Touristiker, der Wirtschaft, des Handels, des Handwerks und der Industrie mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen in Einklang zu bringen”, fasst Landesrat Walcher zusammen.




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