Renten-Hunderter bereitet Sorgen

Auf Land rollt eine Pensionierungswelle zu

Mittwoch, 03. Oktober 2018 | 08:23 Uhr

Bozen – Auf die Landesverwaltung rollt eine Pensionierungswelle zu. Der von Rom beschlossene Renten-Hunderter wirkt nun als zusätzlicher Beschleuniger.

2019 erreichen laut Personalabteilung 750 Landesangestellte das 62. Lebensjahr. Wenn der Großteil davon in Ruhestand geht, wovon auszugehen ist, wird aus der Welle ein Tsunami.

Für Personallandesrätin Waltraud Deeg ist die Pensionierungswelle „eine Chance für die Jungen, aber eine große Herausforderung für die Verwaltung“. Fakt ist, dass das Land schon jetzt händeringend nach Juristen und Technikern sucht.

Mehr zu dem Thema erfahrt ihr in der heutigen „Dolomiten“-Ausgabe!

ASGB-Jugend: Der Pensionierungswelle aktiv begegnen!

Die zu erwartende Pensionierungswelle kommt laut ASGB-Jugend nicht überraschend, die von der italienischen Regierung beschlossene „Quote 100“ würde die Situation aber maßgeblich verschlimmern.

Laut ASGB-Jugend würde die „Quote 100“, also das Erreichen des Rentenalters mit 62. Lebensjahren und 38 Arbeitsjahren natürlich ein Segen für all die Betroffenen sein, die Landesverwaltung aber unvorbereitet aus heiterem Himmel treffen und einen zu erwartenden Personalmangel grundlegend forcieren.

„Natürlich kann man der Landesregierung an dieser Situation keine Schuld geben, Einstellungsstopp und „Quote 100“ sind nicht hausgemacht, sondern staatliche Vorgaben. Dennoch kommt man nicht umhin, aufzuwerfen, dass einige unserer vergangenen Vorschläge durchaus dazu gedacht waren, rechtzeitig der Überalterung der Landesbediensteten entgegenzuwirken. Wir möchten an den Generationenpakt erinnern, der im letzten Wahlkampf wohlgemerkt mit großem Trallala beworben, aber bisher nicht umgesetzt wurde. Laut unserem letzten Kenntnisstand liegt der Hund der Umsetzung in einem Konflikt mit der Staatsbuchhaltung begraben. Dieser Konflikt, wäre bei gutem Willen – davon sind wir überzeugt – durchaus lösbar gewesen, vor allem vor dem Hintergrund, dass augenscheinlich größere Probleme, die mit Forderungen von lobbystärkeren Verbänden einhergingen, viel zeitnaher gelöst werden konnten“, schreibt die ASGB-Jugend in einer Aussendung.

Die Gewerkschaftsjugend im ASGB weist auch darauf hin, dass der Vorschlag, Lehrlinge im öffentlichen Dienst auszubilden, bisher nicht umgesetzt wurde. Im benachbarten Ausland sei der öffentliche Sektor ein Ausbildungsgarant, vor allem in Zeiten stagnierender Lehrlingszahlen. Es gäbe zahlreiche Berufskategorien, in denen junge Menschen langfristig im Land ausgebildet werden könnten, dies würde auch die Bindung zum Betrieb fördern und langfristig einer Überalterung vorbeugen. Die Verantwortlichen wären nun gefordert, die Pensionierungswelle als Anlass dafür zu nehmen, die von der ASGB-Jugend deponierten Vorschläge umzusetzen.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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28 Kommentare auf "Auf Land rollt eine Pensionierungswelle zu"


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denkbar
denkbar
Kinig
17 Tage 4 h

Das weiß man lange schon. Mit dem Autonomiestatut und den Durchführungsbestimmungen gingen viele Kompetenzen ans Land, weshalb meiner vor 40 Jahren und länger viel Personal einstellen musste. Die gehen jetzt und man hat die Möglichkeit Arbeitsplätze einzusparen wo das notwendig ist und macht Platz für junge Menschen die auf Arbeitssuche sind. Ist doch alles gut.

tim rossi
tim rossi
Tratscher
16 Tage 22 h

jup. leit gien mit teilweise 40 jou orbat und 60 jou oltom ba a lebmserwortung vo 85+ jou in rente. und di jung megn des pyramidnsystem zoul. olls fair. olls supo!

andr
andr
Superredner
16 Tage 3 h

@tim rossi du bist wahrscheinlich noch jung dann arbeite im pflegebereich mal 40 Jahre dann wirst du sehen das es schwer wird fast unerträglich oder Bauarbeiter mit 65 Jahren bitte zuerst nachdenken dann solche Kommentare abgeben

Blitz
Blitz
Universalgelehrter
17 Tage 3 h

750 Londesungschtellte wianiga; lai guat; sein ollm nou Zuviele !

tim rossi
tim rossi
Tratscher
16 Tage 22 h

jo. leido weschs 800 nouchbesetzungen gebm. olls a witz ban lond.

werner66
werner66
Superredner
17 Tage 3 h

Eine gute Gelegenheit, die gigantische Landesbürokratie zu verringern. 
Diese hat sich schon längst zu einem Krebsgeschwür entwickelt, das nur mehr die Bürger schikaniert.

Liftmann
Liftmann
Neuling
17 Tage 3 h

Isch a gleich wenn a por sette Sesslhucker wianiger sein. Vielleicht tian nor di ondern nor a bissl mehr.

alpenfranz
alpenfranz
Grünschnabel
17 Tage 2 h

dass Arbeitsplätze frei werden ist natürlich gut. Nur das Problem ist folgendes: es braucht Matura oder Uniabschluß und Zweisprachigkeit. Beispiel Lehrer:
Fachlehrer: Meisterprüfung, 3 Jahre Lehrerbildung und Zweisprachig. Gehalt 1.350 EUR
Theorie Lehrer: Uniabschluss, Zweisprachigkeit, LehrerBildung 3 Jahre. Gehalt 1.650 EUR
Da gehen viele lieber in die Privatwirtschaft.

kleinerMann
kleinerMann
Superredner
17 Tage 1 h

Eben, das steht in keiner Relation zur benötigten Ausbildung . . . und sind wir ehrlich. Ca. 5 Jahre Uni um dann 1700 Euro Gehalt zu erhalten ist laut Nutzen – Kosten Rechnung nicht gerade das Gelbe vom Ei. Und hier ist dann folgendes: Evtl. Einstieg Privatwirtschaft in Südtirol oder als Lehrer in Österreich . . .

JingJang
JingJang
Grünschnabel
17 Tage 3 h

Überflüssigen Bürokratie Müll abschaffen und gut. In den 70er war 80 Prozent weniger Bürokratie und die Menschen lebten nicht schlechter als heute. Logisch bringt der Fortschritt auch mehr Bürokratie mit sich, aber wenn wir heute 50 Prozent weniger hätten, würde dies für uns und die Umwelt besser sein. Für jede Kleinigkeit eine Absicherung und Regelung zu schaffen, ist ab einen bestimmten Punkt kontraproduktiv.

Robin Hood
Robin Hood
Grünschnabel
17 Tage 3 h

Ich bin überzeugt, daß durch Umschichtungen der größte Teil ohne Neueinstellungen zu bewältigen wäre.

Das wäre die große Chance für Südtirol, viel Geld zu sparen.

lukkl
lukkl
Grünschnabel
17 Tage 2 h

Dr miassetn lei awia aufs Personal schaugn, vor allem in Kindergarten, Schule und Sanität. Donn gabets koan Personalengposs.

herbstscheich
herbstscheich
Superredner
17 Tage 2 h

auf Land / auf das Land / im Lande…. also: wo??

gapra
gapra
Universalgelehrter
17 Tage 1 h

@herbstscheich Also die Titelzeile ist korrekt geschrieben. Es geht hier nicht um “wo” sondern um “auf wen”etwas zurollt. Also alles korrekt, denn “das” kann man sich hier sparen. Lesen, denken und dann erst eventuell kritisieren wäre die richtige Reihenfolge.

kleinerMann
kleinerMann
Superredner
17 Tage 39 Min

@herbstscheich: ich tippe auf: beim Lande 🙂

gapra
gapra
Universalgelehrter
16 Tage 22 h

@kleinerMann Tippen ist hier nicht der richtige Ansatz…

kleinerMann
kleinerMann
Superredner
16 Tage 20 h

@gapra: das Leben ist ein Spiel(Tippspiel) . .Schwarz – weiß, Ja – Nein, Leben – Sterben usw. . . . wir müssen nur das beste daraus machen, denn lebend kommt von uns 2 hier keiner raus !

kleinerMann
kleinerMann
Superredner
17 Tage 2 h

Endlich wird auch Silas eine Arbeit finden 🙂

Paul
Paul
Universalgelehrter
17 Tage 3 h

welche Verwaltung ?

Angel
Angel
Grünschnabel
17 Tage 1 h

Es gibt sehr viele beim Land die, die schlauen Spielen. Dahinter sind aber immer welche die , die Arbeit zusätzlich der eigenen , miterledigen müssen. Schuld daran sind die zuständigen Direktoren , denn sie wollen keinen Ärger mit Gewerkschaften usw. Die Gehälter müssen sie ja auch nicht aus eigener Tasche bezahlen.

Audi
Audi
Superredner
17 Tage 25 Min

Is Lond missat la a bissl bessa zohln , nor findn Sie ginui leit , i red iatz et fa die Studiertn , i res fan nicht medizinischen Personal.

Goldstandard
Goldstandard
Grünschnabel
17 Tage 8 Min

Das eigentliche problem ist doch daß diese pensionierungswelle geld kostet welches nicht vorhanden ist!

Goldstandard
Goldstandard
Grünschnabel
17 Tage 7 Min

Der pensplan wird gewaltig wackeln!

Savonarola
Savonarola
Universalgelehrter
17 Tage 1 h

Das ist eine Herausforderung. Ist das das einzige, was die Personallandesrätin zu sagen hat?
Ist den Leuten eigentlich aufgefallen, dass die Politiker nicht mehr das Wort “Problem” in den Mund nehmen?
Was ist aus der groß angekündigten Verwaltungsreform geworden, ausser Stillstand?

bart2
bart2
Neuling
16 Tage 23 h

Gott sei dank sein a paar weniger, wird eh kaum auffallen…bei den hoffnungslos ausufernden Bürokratischen Vorschriften die das Land so eingefügt hat.. Hat eh fast jeder den Durchblick verloren

Erwin
Erwin
Grünschnabel
16 Tage 22 h

Tun so aus,als wüssten sie es erst seit Gestern!Nur mehr Verarsche !

So ist das
So ist das
Superredner
17 Tage 24 Min

So kann man die Bürokratie auch verringern.

andr
andr
Superredner
16 Tage 3 h

Jetzt werden sie wohl die Keule auspacken und diejenigen bestrafen die den jetzigen Standard mit viel Arbeit aufgebaut haben und die pensionsfrist auf 75 Jahre hinaufpressen

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