24 Landhäuser in Bozen werden ans Fernwärmenetz angeschlossen

Aus Müll wird Energie

Freitag, 30. Juli 2021 | 16:40 Uhr

Bozen – Im Zuge der Ausbauarbeiten des Fernwärmenetzes in Bozen werden 24 Landhäuser und landeseigene Gebäude daran angeschlossen. Das Land macht damit Schritte in Richtung nachhaltige Energieversorgung.
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Aus Müll wird Energie: Diesem Motto folgend wird in Bozen ein großer Teil der Abwärme der lokalen Müllverwertungsanlage vom Fernheizwerk Bozen genutzt – im Gegensatz zu ähnlichen Einrichtungen auf dem Staatsgebiet. Ein weiterer Teil wird in elektrische Energie umgewandelt. In Zukunft sollen von diesem Mehrwert auch 24 Landhäuser und landeseigene Gebäude in Bozen profitieren: Sie werden eine Gesamtkapazität von 22 MW Fernwärme nutzen. Bisher sind lediglich zwei Landesgebäude – in der Giottostraße und im Grutzenweg – an das Fernwärmenetz angeschlossen. Für Landeshauptmann Arno Kompatscher steht fest: “Diese Umstellung bringt zahlreiche Vorteile: Für die Umwelt, aber auch ökonomisch ist dieser Schritt sinnvoll. In guter Zusammenarbeit mit Alperia gelingt es uns damit, im Sinne der Nachhaltigkeit aktiv zu werden und langfristig umzusetzen.”

Mehr als 93 Prozent des Gesamtbedarfs an Fernwärme in Bozen werden mit der Abwärme der Müllverwertungsanlage Bozen gedeckt. Der Neubau des Speichers und der Ausbau des Netzwerkes wurde dabei mit Landesbeiträgen unterstützt. Nun wird das Land ebenfalls eigene Gebäude an das Fernwärmenetz anschließen. In Zusammenarbeit mit Alperia Ecoplus haben die Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz, die Abteilung Vermögensverwaltung und die Abteilung Hochbau und technischer Dienst vorab die ökonomischen und technischen Aspekte dieser Umstellung beleuchtet. “Die Steigerung der Energieeffizienz erfolgt im Sinne der Nachhaltigkeit”, betonte Umweltlandesrat Giuliano Vettorato, “zudem wollen wir damit für die Bozner Bevölkerung mit gutem Beispiel vorangehen. Durch die gute Zusammenarbeit aller beteiligten Partner ergeben sich außerdem wirtschaftliche Vorteile, die schlussendlich uns allen zugutekommen.” So könne dank der Nutzung der Fernwärme bis zu 87 Prozent (bzw. 4000 Tonnen) nicht erneuerbare Energie, wie Methangas, eingespart werden.

Land Südtirol auf dem Weg zur nachhaltigen Energieversorgung

Die Auswahl der betroffenen Gebäude wurde von den Mitarbeitenden der Abteilung Vermögensverwaltung nach bestehendem Energieverbrauch und vorhandener Nähe zum Alperia-Netzwerk vorgenommen. In den nächsten zwei Jahren wird das Vorhaben umgesetzt. “Wir können mit der Umsetzung dieses Projektes weitere CO2-Emissionen reduzieren. Wir tragen aktiv dazu bei, unsere Umwelt zu schützen und diese für die kommenden Generationen zu bewahren”, unterstrich auch Landesrat Massimo Bessone.

Umgesetzt wird das Projekt in Zusammenarbeit mit Alperia Ecoplus, einer Gesellschaft der Gruppe Alperia. Derzeit sind 35 km Fernwärmenetz in Bozen fertiggestellt, an das rund 300 Gebäude angeschlossen sind und das 6000 Wohnungen und Einrichtungen wie Schulen, Handwerksbetriebe und Unternehmen versorgt. “Der Anschluss der Landesgebäude ans Fernwärmenetz Bozen ist ein wichtiger Schritt in Richtung nachhaltiger Energieversorgung unserer Landeshauptstadt und gleichzeitig ein Signal an die Bevölkerung, diesen Weg mitzugehen”, hob Alperia Ecoplus-Geschäftsführer Günther Andergassen hervor.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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5 Kommentare auf "Aus Müll wird Energie"


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Stryker
Stryker
Grünschnabel
1 Monat 23 Tage

Also methangas isch uans von die effizenteschten und saubersten Heizmedien.Gscheider war die gonzn oltn ölHeizungen in die Konduminium umzurüschten.Als die eh nuin londhausheizreim wieder umzubauen.Wenn iatz sie iatz no behauptet das der müllverbrennungsofen kuane stickoxide,Feinstäube,usw ausstoast,und net dazua Beitrog zu die jo „ach so Schlechten Luftwerte“ de mor hobn in der stodt…nor muas i Lochn.

tomsn
tomsn
Superredner
1 Monat 22 Tage

Methangas, Energie aus Müll…. Wenn i des lei höre. Nachaltigkeit geat ondos. Wo a Flomme do a Obgase! Mi tat lei wundern wer do im Lond so tolle Einfälle hot?

Pyrrhon
Pyrrhon
Superredner
1 Monat 22 Tage

@Stryker, was sollte deiner Meinung nach mit dem Müll geschehen?
Eine Möglichkeit wäre natürlich auf eine Deponie und dann die Deponiegase zu verwerten, ist aber Platz und Zeitaufwendig und giftige Gase können auch dort entweichen

Pyrrhon
Pyrrhon
Superredner
1 Monat 22 Tage

@tomsn, erzählst du bitte wie du lebst ?
Ich stelle es mir so vor: Du isst nur was in deinem Garten wächst, ev. holst du noch was zu fuß beim Nachbar, gewaschen und geduscht wird kalt, im Winter keine Heizung nur Decken..
Du kannst das ja machen, aber in den Städten haben nicht alle so einen großen Garten und es sind auch nicht alle so hartgesotten

Pyrrhon
Pyrrhon
Superredner
1 Monat 22 Tage

Aus Müll wird nicht Energie, im Müll ist die Energie bereits drinnen, die muß nur mit geeigneten Anlagen herausgeholt werden, daher ist es sehr wichtig den Müll fachgerecht zu entsorgen, oder besser gesagt der Wiederverwertung zuzuführen

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