Zahlreiche Flüge fallen aus

Ausfall von Lufthansa-Flügen in Deutschland wegen Streiks

Donnerstag, 12. März 2026 | 12:35 Uhr

Von: APA/dpa

Der auf zwei Tage angelegte Pilotenstreik bei der Lufthansa hat an den Drehkreuzen München und Frankfurt Hunderte Flüge ausfallen lassen. Das berichten die jeweiligen Flughafenbetreiber für den Donnerstag. Danach fallen am ersten Streiktag in Frankfurt rund 400 von 1.165 geplanten Starts und Landungen aus. In München wurden 230 von rund 800 Flugbewegungen gestrichen. Am Flughafen Wien fällt ein Lufthansa-Flug am Abend aus.

In den Terminals herrsche ganz normaler Betrieb, sagte ein Sprecher des Frankfurter Betreibers Fraport. Nur in den Lufthansa-Abschnitten sei es etwas ruhiger. An den übrigen deutschen Flughäfen fielen vor allem die Zubringerflüge an die Drehkreuze aus. Andere Lufthansa-Gesellschaften wie die Eurowings wurden nicht bestreikt.

Die Fluggesellschaft hatte zugesichert, dass an beiden Streiktagen mindestens die Hälfte der geplanten Lufthansa-Flüge stattfindet. Auf der Langstrecke sollten sogar 60 Prozent der Flüge starten. Hier werden die Flugzeuge häufig auch von Piloten geflogen, die bei der Lufthansa ins Management gewechselt sind, aber ihre Lizenz aufrechterhalten.

Ein Lufthansa-Flug in Wien betroffen

Die Austrian Airlines (AUA) fliegt mit einer größeren Maschine, wie eine AUA-Sprecherin am Donnerstag in der Früh der APA mitteilte. Derzeit ist von einer Streichung am Flughafen Wien nur ein Lufthansa-Flug von und nach Frankfurt am Donnerstagabend betroffen. Von Ausfällen betroffene Gäste würden aktiv per E-Mail benachrichtigt, haben Lufthansa und AUA angekündigt. Gäste, die nicht kontaktiert werden, könnten vorerst davon ausgehen, dass ihr Flug nicht betroffen ist.

Bereits für den Freitag wird eine kleine Entspannung erwartet, weil die Teilgesellschaft Lufthansa Cityline nur einen Tag lang bestreikt wird. Sie übernimmt Zubringerflüge von kleineren Flughäfen an die beiden Drehkreuze.

Streik fällt laut Gewerkschaft kleiner aus

Zuvor hatte bereits streikende Gewerkschaft Vereinigung Cockpit eingeräumt, dass der Streik diesmal kleiner ausfällt als bei der ersten Welle vor einem Monat. Gewerkschaftschef Andreas Pinheiro erwartete rund 300 ausgefallene Starts pro Tag. Das ergebe eine ausreichende Streikwirkung und sei Teil der gewerkschaftlichen Strategie.

Die Gewerkschaft hat die mehr als 5.000 Piloten der Flugbetriebe Lufthansa, Lufthansa Cargo und Lufthansa Cityline zu einem 48-Stunden-Streik aufgerufen, der um Mitternacht begonnen hat. Während es bei der Regionaltochter Cityline um eine Anhebung der Gehälter geht, streiten die Tarifpartner bei der Cargo und der Kerngesellschaft um höhere Betriebsrenten.

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