Denkanstoß für die neue Landesregierung

Ausgleichskasse auch im Gastgewerbe anstatt Arbeitslosengeld?

Montag, 21. Januar 2019 | 09:29 Uhr

Bozen – Jeder fünfte Bedienstete im Südtiroler Gastgewerbe hat im Jahr 2018 einen Arbeitsvertrag von neun Monaten und mehr bei ein und demselben Arbeitgeber, berichtet das Tagblatt Dolomiten. Da sich Sommer- und Wintersaison immer näher kommen, gibt Ex-Arbeitslandesrätin Martha Stocker der neuen Landesregierung noch einen Denkanstoß mit.

Warum sollte man diese befristeten Verträge nicht in unbefristete umwandeln, indem man eine Lohnausgleichskasse wie im Baugewerbe anvisiert, so Stocker. Für die öffentliche Hand würde sich dies allemal lohnen.

Doch das derzeitige System ist sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber attraktiv. Der Grund dafür: Das Arbeitslosengeld für den Arbeitnehmer ist entsprechend hoch und zudem gibt es – wenn das Einkommen nicht zu hoch ist – Beiträge der öffentlichen Hand. „Außerdem ist der Umstand, drei Monate im Jahr das zu tun, was man will, auch reizvoll. Und der Arbeitgeber hat nur für neun Monate die Gehaltszahlung zu leisten, den Rest übernimmt die öffentliche Hand“, erklärt der geschäftsführende Direktor der Landesabteilung Arbeit, Stefan Luther.

Mehr lest ihr in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts Dolomiten!

Tschenett unterstützt die Idee einer Ausgleichskasse im Gastgewerbe

Der Vorsitzende des Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbundes (ASGB), Tony Tschenett, unterstützt Martha Stockers Vorstoß, eine Lohnausgleichskasse – analog zum Baugewerbe – auch im Gastgewerbe zu gründen, um damit befristete Verträge und Arbeitslosenmeldungen zu umgehen.

Damit würde sich, so Tschenett, eine Win-Win Situation für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen ergeben. Einerseits hätten die Angestellten nämlich die Sicherheit, zu Beginn der neuen Saison in die ihnen bekannten Betriebe zurückkehren zu können und durch unbefristete Verträge bei Kreditanfragen oder Ratenkäufen höhere Chancen, diese genehmigt zu bekommen, andererseits würde für die Arbeitgeber die Personalsuche zum Saisonstart entfallen.

„Diese Idee würde summa summarum einen gesellschaftlichen Nutzen bringen und einer Berufskategorie Kontinuität und Sicherheit garantieren. Als Gewerkschaftsorganisation können wir diesen Vorschlag nur unterstützen und gutheißen“, so Tschenett in einer Stellungnahme.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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12 Kommentare auf "Ausgleichskasse auch im Gastgewerbe anstatt Arbeitslosengeld?"


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kessy
kessy
Neuling
29 Tage 7 h

Sollen amol gscheider eppes fir die Arbeitsgeber erfinden de Zeit eppes zu kriagn wenn mo Munate zua hobm.Mir sein jo de wos die Wirtschaft unkurbeln!!!!

m. 323.
m. 323.
Superredner
29 Tage 7 h

@ de ormen Arbeitgeber kennen oan lei load tian ….olle Johr mehr und olm a minus….und de bl..Orbatr odr Ungstellte solln froha sein daß si Orbatn terfn….mir kimmp zan Rearn

klara
klara
Superredner
29 Tage 2 h

@kessy Ich bin keine Expertin, aber schreibt Ihnen jemand vor, den Betrieb als Saisonsbetrieb statt als Ganzjahresbetrieb zu führen?

jack
jack
Superredner
29 Tage 1 h

@klara
bisch jo ganz a gscheide😂
wos muansch das in an skigebiet olle hütten is gonze johr offn hobm kenn?🤔🤔

Grasski fohrn odo?🤣🤣

flakka
flakka
Grünschnabel
29 Tage 44 Min

es lond vergibt in die hoteliere genua beiträge. wissen viele lei net, dasse für jese sauna u co. oanen kriagen.
gleichen plärrer, wia die bauern seites!!!

Sag mal
Sag mal
Kinig
29 Tage 20 Min

@flakka 👍👍👍

klara
klara
Superredner
28 Tage 23 h

@jack Meine ich nicht, nur fällt es mir schwer zu meinen, dass die Arbeitgeber der Saisonsbetriebe schlechter gestellt sind als ihre Angestellten – vom Tellerwäscher bis zum Hoteldirektor. danke übrigens für Ihre Einschätzung meiner Intelligenz.

niamend
niamend
Grünschnabel
28 Tage 12 h

wen jemand an saisonbetrieb hot und es net reicht kon er jo die restliche zeit irgendwo aushelfen. ober di meisten sein sich dafir zu schod don als ungstellter zu orbeiten

Mec.T.
Mec.T.
Grünschnabel
29 Tage 42 Min

” Martha Stockers Vorstoß, eine Lohnausgleichskasse – analog zum Baugewerbe ” 
in welcher Zeit leb es olle? es werd im Winter gleich gebaut und georbeitet wia im Summer; ich geb einen anderen Denkanstoß an die Landesregierung, der net orbeitet soll nix kriegen; (außer der net orbeiten konn weil: … Krankheit, Behinderung usw. ) und kemp mir iatz net, nit jeder findet a Orbeit…
wer will der tuat… 

flakka
flakka
Grünschnabel
29 Tage 39 Min

i finds eine gemeinheit, so eps lei in erwägung zu ziagen. merst wern die arbeitnehmer in der gastronomie ogezockt, wos awia geht, dank auch dem hgv, der die puste paghe aso drahnt, dass der hotelier in ordnung isch , ober dem unsgstellten zustehender lohn durch die lappen geht.
geht der stoot auf die suche iez, geld einzusporen, dasse de hirnrissige idee( grundeinkommen) derfinanziert???
gscheidr war mol die poliktiker zu halbieren, derichten decht nix und sem tat mehr ibrigbleiben!!!!!

thomas
thomas
Universalgelehrter
29 Tage 2 h

sollen doch arbeiten!

Paul
Paul
Universalgelehrter
29 Tage 19 Min

Sicherlich nur zum Vorteil für die Lobby

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