Von: luk
Bozen – Eine Delegation von Landtagsabgeordneten aus Thüringen hat vor Kurzem Südtirol besucht und sich mit Landesrätin Rosmarie Pamer über zentrale Fragen des Ehrenamts ausgetauscht. Angeführt wurde die Gruppe vom Thüringer Staatssekretär für Sport und Ehrenamt, David Möller, sowie der deutschen Honorarkonsulin in Südtirol, Nathalie Schweitzer.
Am Gespräch nahm auch Ulrich Seitz, Direktor des Dienstleistungszentrums für das Ehrenamt Südtirol, teil. Dabei wurde deutlich, dass sich Thüringen und Südtirol trotz unterschiedlicher gesetzlicher Rahmenbedingungen in vielen Punkten ähneln. Insbesondere die Herausforderungen für Freiwillige und Vereine hätten in den vergangenen Jahren zugenommen.
Sowohl nördlich als auch südlich des Brenners beschäftigen Themen wie Bürokratie, Haftungsfragen im Zuge der Digitalisierung sowie strukturelle Belastungen die Organisationen. Positiv hervorgehoben wurde jedoch, dass der Nachwuchs im Ehrenamt in vielen Bereichen weiterhin gesichert sei.
Unterschiede zeigen sich bei den aktuellen politischen Schwerpunkten: In Thüringen wird derzeit intensiv über einen Investitionsstau diskutiert, auch wenn in den vergangenen Jahren mit Unterstützung aus Berlin zahlreiche Projekte umgesetzt wurden. In Südtirol stehen hingegen die Steuerreformen im Dritten Sektor und im Sport im Mittelpunkt der Debatte.
Landesrätin Pamer informierte die Delegation zudem über die Einbindung Südtirols in die Vorbereitung und Umsetzung der laufenden Olympischen Spiele sowie über die Arbeiten an einem neuen Landesgesetz zum Ehrenamt.
Zum Abschluss stellten beide Seiten die Möglichkeit eines gemeinsamen Projekts in Aussicht. Ziel könnte es sein, eine europäische Allianz im Ehrenamt zu initiieren und dafür Fördermittel auf EU-Ebene zu beantragen, von denen sowohl Thüringen als auch Südtirol profitieren würden.




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