Übernahmen haben das Geschäft des deutschen Medienriesen angetrieben

Bertelsmann steigert Gewinn und erhöht Prognose für 2026

Freitag, 28. August 2026 | 08:41 Uhr

Von: importer

Der deutsche Medienkonzern Bertelsmann steckt sich nach einem starken ersten Halbjahr höhere Ziele für das Gesamtjahr 2026. Der operative Gewinn (bereinigtes Ebitda) stieg von Jänner bis Juni um 4,9 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro und das Konzernergebnis unter dem Strich kletterte um 45 Prozent auf 292 Millionen Euro, wie das Gütersloher Medien-, Dienstleistungs- und Bildungsunternehmen am Freitag mitteilte.

“Wir blicken auf ein sehr gutes erstes Halbjahr 2026 – Bertelsmann wuchs aus eigener Kraft um mehr als fünf Prozent”, sagte Konzernchef Thomas Rabe zum organischen Umsatzanstieg. “Das Wachstum hat sich in diesem Jahr deutlich beschleunigt und wird breit von fast allen Geschäftsbereichen getragen.”

Starkes Wachstum erwartet

Finanzchef Rolf Hellermann kündigte eine Erhöhung der Prognose an und begründete dies mit dem positiven Geschäftsverlauf. Für Schwung sorgten demnach auch die Übernahme des Bezahl-Senders Sky Deutschland durch die Bertelsmann-Tochter RTL Group und der bevorstehende Abschluss des Deals zur Zusammenführung des Musikgeschäfts BMG und Concord in den USA noch in diesem Quartal. “Bertelsmann rechnet nunmehr mit einem starken Wachstum beim Umsatz und einem deutlichen Wachstum beim Operating Ebitda adjusted”, erklärte Hellermann.

Rabe ist seit 2012 Bertelsmann-Chef und gibt dieses Amt Ende 2026 ab. Im Jänner 2027 übernimmt dann Thomas Coesfeld den Vorstandsvorsitz. Der 36-jährige Coesfeld ist ein Enkel des 2009 verstorbenen Firmenpatriarchen Reinhard Mohn und damit der erste Chef aus dem Kreis der Bertelsmann-Familie seit 1981.

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