Synthetische Düngemittel sind energieintensiv hergestellt

Bioland sieht Bio-Landwirtschaft als Antwort auf Energiekrise

Donnerstag, 02. April 2026 | 16:21 Uhr

Von: luk

Bozen – Angesichts der aktuellen Energiekrise fordert die Organisation Bioland einen stärkeren Ausbau der biologischen Landwirtschaft und erneuerbarer Energien. Hintergrund ist unter anderem die anhaltende Blockade der Straße von Hormus, über die rund 20 Prozent des weltweit gehandelten Erdöls und Erdgases transportiert werden.

Die Krise zeige deutlich, wie abhängig das globale Ernährungssystem von fossilen Energien sei, betont Bioland-Präsident Jan Plagge. Vor allem die Landwirtschaft sei stark auf synthetische Düngemittel angewiesen, deren Herstellung energieintensiv ist und stark unter steigenden Energiepreisen leidet.

Auch der Südtiroler Bioland-Vorsitzende Walter Steger spricht sich für mehr Unabhängigkeit aus. Ziel sei es, regionale Kreislaufsysteme zu stärken und die Abhängigkeit von Energieimporten zu verringern. In diesem Zusammenhang wurde in Südtirol eine neue Fachgruppe für erneuerbare Energien gegründet.

Als Beispiele für diese Entwicklung nennt Bioland Betriebe, die bereits erfolgreich auf Energieautarkie setzen: So versorgt sich ein Hof im Passeiertal vollständig mit erneuerbarer Energie aus Photovoltaik, Wärmepumpe und Windkraft. Auch eine Bäckerei in Brixen deckt einen Großteil ihres Energiebedarfs über eigene Solaranlagen und Speicherlösungen.

Bioland sieht darin einen möglichen Weg, um Landwirtschaft widerstandsfähiger gegenüber globalen Krisen zu machen und gleichzeitig Klima und Umwelt zu schonen.

Bezirk: Bozen

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