"Steigendes Renteneintrittsalter und Hitzealarm"

Blaas: „Realitätsfremde Rentendiskussion der Sommermonate“

Donnerstag, 03. August 2017 | 16:36 Uhr

 

Bozen – “Während Hitzealarm ausgegeben wird, sind viele Arbeiter und Beschäftigte den hohen Temperaturen ausgesetzt und auch bei so manchen Politikern scheinen die sommerlichen Temperaturen seltsame Ideen zu entlocken. Die derzeitige Diskussion um die Anhebung des Renteneintrittsalters widerspricht der Tatsache, dass ab einem bestimmten Alter der Mensch physisch nicht mehr in der Lage ist schwere Arbeiten bei derartigen Temperaturen zu erledigen.” Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas übt Kritik an dieser weltfremden Politik.

„Hitzealarm und gute Ratschläge, um die Folgen der steigenden Temperaturen zu wiederstehen, widersprechen der anhaltenden Diskussion zur Anhebung des Renteneintrittsalters. Es ist nicht nachvollziehbar, wie derart weltfremde Vorschläge in die Welt gesetzt werden können, die ein stetes Anheben des Pensionsalters vorbringen, während gleichzeitig für ältere Personen die Weisung ausgegeben wird, bei der Sommerhitze im Haus zu bleiben“, gibt in einer Aussendung der freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas zu bedenken.

„Wenn beispielsweise Maurer oder Straßenarbeiter mit 60 Jahren oder mehr künftig bei diesen Temperaturen ihre Arbeit verrichten müssen, so liegt einiges im Argen mit der verantwortlichen Politik. Es handelt sich um eine Anmaßung, wenn arbeitende Menschen in diesem Alter bei hohen Temperaturen nicht geschont werden, während für Personen, die sich bereits im Ruhestand befinden, ganz andere Maßstäbe gelten. So wird aufgerufen in der kühlen Wohnung zu bleiben oder die klimatisierten Räume aufzusuchen. Für die Arbeitenden gelten diese Vorsichtsmaßnahmen anscheinend nicht“, kritisiert Walter Blaas.

„Eine vernünftige Politik muss sich die Situation der Bürger vor Augen halten und eingestehen, dass schwere körperliche Arbeit ab einem bestimmten Alter und bei großer Hitze nicht mehr durchführbar ist. Sollte das Rentenalter weiter ansteigen, so zeugt dies von der Realitätsfremde der verantwortlichen Politik. Für ältere, arbeitstätige Personen braucht es dringend eine Entlastung, die auf die spezifische Situation eingeht und welche die Umstände der körperlichen Arbeit berücksichtigt“, so Blaas abschließend.

Von: luk

Kommentare

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2 Kommentare auf "Blaas: „Realitätsfremde Rentendiskussion der Sommermonate“"


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Amadeus
Amadeus
Grünschnabel
13 Tage 7 h

Schwer arbeitende Politiker halten sich in klimatisierten Räumen oder Luxuskarossen auf. Schwitzende Arbeiter, gleich welchen Alters, in der Sonne? Das interessiert doch korrupte und selbstgefällige Politiker nicht. 
Die haben höhere Probleme für den Staat zu lösen, dafür fehlt uns Arbeitnehmern das Hirn und der Weitblick. Und wir wissen schon lange: Hausverstand zählt nicht bei politischen Geschäften, wäre ja noch schöner.

erika.o
erika.o
Tratscher
13 Tage 7 h

gibt es in unserem Land denn noch vernünftige Politik ???
denn wer bitteschön kann diese Taktik noch verstehen ?
Jugendarbeitslosikeit und dann das Rentenalter des bereits zerschufteten kleinen Mannes erhöhen ?
Fehlen im Rententopf mal wieder die Gelder, die für Politiker Rentenvorschüsse ausbezahlt wurden !?
Oder wird auch dieses UNSER Geld für Migration verwendet und veschwendet ?

Auch in der Politik ist der Klimawandel zu spüren, denn ihr befindet euch auf immer dünner werdenden Eis.

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