Verfahren zur Durchführungsplanänderung ist eingeleitet

Bozen Süd: Parkhaus für Messe und Bahnhof

Dienstag, 07. August 2018 | 16:10 Uhr

Bozen  – Auf Antrag der Gesellschaft Messe Bozen hat die Landesregierung heute von Amts wegen das Verfahren zur Änderung des Durchführungsplanes für das Gewerbegebiet “Handelszone Bozen Süd” eingeleitet. Der entsprechende Beschlussantrag wurde von dem für Raumentwicklung zuständigen Landesrat Richard Theiner vorgelegt.

Die Änderung des Durchführungsplans zum Bauleitplan der Gemeinde Bozen ist Voraussetzung, damit “die Attraktivität der Messe gesteigert und das Gelände um die Messe und auch der Innenhof der Messe funktioneller genutzt” werden können, wie Landeshauptmann Arno Kompatscher heute nach der Regierungssitzung betonte.

Die Messe Bozen möchte Vorhof, Innenhof  und Zugang zur Messe neu gestalten und überdachen und hat dazu einen Ideenwettbewerb ausgeschrieben. Das Siegerprojekt sieht eine wolkenförmige Überdachung auf Säulen vor. Im Zuge der Umgestaltung sollen auch die bestehenden Höhenunterschiede beseitigt werden. Die Ausstellungsflächen werden dabei nicht erweitert.

Zudem wird auf immer auf öffentlichem Gelände, das derzeit an ein Transportunternehmen vermietet ist, ein mehrstöckiges Parkhaus geplant, das Messe und den Bahnhof Bozen Süd gleichermaßen bedient. Der Bau dieses Parkhauses ist im Zusammenhang mit dem geplanten Ausbau des Bahnhofes, dessen Aufwertung und verstärkte Anbindung von Bedeutung.

So wurde auf Antrag der Südtiroler Transportstrukturen AG STA unter den Änderungen des Durchführungsplans auch jene eines möglichen zweiten Gleiskörpers der Bahnlinie Bozen-Meran sowie einer mehrstöckigen Radstation vorgesehen.

Dieser Bereich sollte dann in Zukunft als Umsteigezone zwischen Rad und Bahn dienen. “In Bozen Süd soll ein Verkehrs- und Mobilitätszentrum den öffentlichen Verkehr stärken, das Umsteigen erleichtern und die Mobilität verbessern”, sagte der Landeshauptmann.

Durch die nun in die Wege geleiteten Änderung des Durchführungsplanes wird die maximal überbaubare Fläche im Nordwesten um 3895 Quadratmeter und im Süden um 6025 vergrößert. Das Baulos umfasst nunmehr 58.990 Quadratmeter, von denen maximal 54.126 überbaut werden dürfen.

Wobei die höchstzulässige Dienstleistungskubatur auf 76.880 Kubikmeter beschränkt ist. Neu eingeführt wird eine maximale Gebäudehöhe von 24 Metern, wobei die höchstzulässigen Gebäudehöhen im Bereich der Flugschneise unverändert bleiben.

Der Beschluss der Landesregierung wird nun 30 Tage lang im Landesamt für Landesplanung und in der Gemeinde Bozen zur öffentlichen Einsichtnahme hinterlegt. Die Änderung des Durchführungsplans ist Voraussetzung für die Planung und Projektierung der Bauvorhaben.

Von: axa

Bezirk: Bozen

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