Handwerk hat die meisten Ansuchen eingereicht

Corona-Hilfen für 17.726 Kleinunternehmen

Montag, 05. Oktober 2020 | 15:44 Uhr

Bozen – Bis Ende September konnten heimische Kleinunternehmen aus allen Sektoren um Landeszuschüsse ansuchen. 15.158 Corona-Hilfen sind bereits ausbezahlt.
Mitte April hat das Land Südtirol die Grundlage geschaffen, um heimische Kleinunternehmen in der Corona-Krise zu unterstützen und die wirtschaftlichen Folgen abzufedern. Hierfür wurde ein Zusatzabsatz im Wirtschaftsförderungsgesetz eingefügt, der die “Möglichkeit von spezifischen Unterstützungen in Notfall- und Krisensituationen” vorsieht. Damit löste die Landesregierung ein, was sie in der Zeit des Lockdowns versprochen hatte. “Eine schnelle Hilfe”, die bei Betroffenen vor Ort ankommen solle, wo sie benötigt werde, wie Landesrat Philipp Achammer die Unterstützungsmaßnahme angekündigt hatte.

Zuschuss von bis zu 1000 Euro für 17.726 Kleinunternehmen

Bisher haben 15.158 Kleinunternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten einen einmaligen Zuschuss von 3000 bis 10.000 Euro erhalten. “Es war wichtig, diese Maßnahme zu ergreifen, um damit die zahlreichen gesunden Kleinbetriebe in unserem Land zu stützen und um die Schäden für diese zu begrenzen, aber auch um Arbeitsplätze zu sichern”, betont Landesrat Achammer.

Tourismus-Landesrat Arnold Schuler erklärt: “Der Tourismus ist der Sektor, der am frühesten und sehr hart von der Corona-Krise getroffen wurde. Für viele der kleinen Gast- und Beherbergungsbetriebe war dieser Zuschuss von großer Wichtigkeit, um die laufenden Kosten decken zu können. Wir haben damit den kleinen Betrieben unmittelbar Liquidität garantieren können.”

Bisher 96 Millionen Euro an Förderungen

Bis zum 30. September konnten Freiberufler und Selbstständige, Einzelunternehmen, aber auch Personen- oder Kapitalgesellschaften aus den Sektoren Industrie, Handel, Dienstleistung, Handwerk, Tourismus und Landwirtschaft ihre Anträge für diesen einmaligen Zuschuss online einreichen. Nun liegen die Zahlen der getätigten Ansuchen aus der Landesabteilung Wirtschaft vor: Die Gesamtsumme der Förderungen beträgt 96 Millionen Euro. Insgesamt sind 17.726 Ansuchen über den gesamten Zeitraum gestellt worden. Davon wurde 15.158 Antragsstellenden der einmalige Zuschuss bereits ausbezahlt.

Handwerk hat die meisten Ansuchen eingereicht

In den vergangenen Monaten hat die Landesabteilung Wirtschaft alle eingegangenen Anträge geprüft. “Jene Gesuche vom Monat September werden nach der Bereitstellung von zusätzlichen Mitteln mit der Haushaltsberichtigung im Landtag im Oktober bearbeitet”, sagt Abteilungsdirektorin Manuela Defant und erklärt: “Für viele kleine Unternehmen war die Lage ernst. Kosten wie Rechnungen oder Gebäudemieten blieben, während Einnahmen ausblieben. Die einmaligen Zuschüsse in der Höhe von bis zu 10.000 Euro dienen gesunden Kleinunternehmen, um akute Liquiditätsengpässe zu überbrücken.”

Bei der Branchenzuordnung entfällt die höchste Anzahl an Anträgen auf den Handwerkssektor mit 5408 Ansuchen, gefolgt von den Dienstleistungen mit 4103 Ansuchen, dem Tourismus mit 3905 und dem Handelssektor mit 3094 Ansuchen. Aus der Landwirtschaft kamen 1101 Ansuchen. Mit 115 Gesuchen fällt der Anteil der Industrie am geringsten aus.

Wirtschaftliche Schwierigkeiten waren nachzuweisen

Die Landesabteilung Wirtschaft hat in den vergangenen Monaten die Tausenden Online-Anträge bearbeitet. Die Antragsstellenden mussten versichern, dass sie wegen der Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten waren. Hierfür mussten die 17.726 Kleinunternehmen nachweisen, dass sie einen signifikanten Umsatzrückgang von mindestens 50 Prozent hatten. Zudem war zu belegen, dass die Tätigkeit vor dem 23. Februar 2020 aufgenommen worden war. Ausschlaggebend, um in den Genuss der Zuschüsse zu kommen, waren auch das besteuerbare Einkommen sowie die Erreichung eines Mindestumsatzes von 10.000 Euro. Für Antragstellende, die ihre Tätigkeit 2019 begonnen haben, war der Nachweis eines Umsatzrückganges nicht erforderlich. Sie müssen aber einen Umsatz von durchschnittlich mindestens 1000 Euro pro Tätigkeitsmonat bis Ende Februar 2020 erreicht haben.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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11 Kommentare auf "Corona-Hilfen für 17.726 Kleinunternehmen"


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Dagobert
Dagobert
Universalgelehrter
21 Tage 19 h

Hier werden halt auch wieder gar einige Schlaue angesucht haben, die kaum Einbußen hatten.

nero09
nero09
Tratscher
21 Tage 17 h

die einbußen werden schon noch kommen, darauf kannst du dich verlassen…

Spiegel
Spiegel
Superredner
21 Tage 13 h

@nero09 im Jahr 2021 werden in Deutschland 15 % der Betriebe insolvenz anmelden!

Superredner
21 Tage 18 h

Juhu, es regnet Geld. Momentan ist es hier wie im Schlaraffenland. Alle 14 Tage bekommt man von irgendeiner Institution Geld geschenkt. So viel haben die meisten noch nie verdient, wie sie heuer fürs Nichtstun bekommen. Ein Luxusstaat, dieses Italien, wo nur die Reichsten der Reichen leben.

Privatmeinung
Privatmeinung
Grünschnabel
21 Tage 17 h

Bin Freiberufler, und habe von den großen Versprechnungen unserer Politiker  “Es wird niemand im Stich gelassen” nichts bekommen, obwohl ich ziehmliche Umsatzeinbußen durch Corona hatte.
Vom Staat hingegen, bekam ich eine kleine Unterstützung. 

ghostbiker1
ghostbiker1
Tratscher
21 Tage 18 h

olls lei Steuergelder wos do verteilt werden,so a Schwochsinn

Lion18
Lion18
Tratscher
21 Tage 15 h

Betonung liegt auf schnelle Sofort Hilfe! Lei komisch dass es foscht 3 Monate gedauert hot bis einige a Geld gekrieg hobn! Und wieviele wortn olm no? Bei ins braucht man 100 Zettel SPID Stempelmarke ecc ondere Länder hobn nit so a Aufmarsch wie bei ins do und hobn schun sofort es Geld gekreg! Mir kriegen sofort lei Bla bla bla!

Spiegel
Spiegel
Superredner
21 Tage 13 h

Die ganzen Landesangestellten brauchen eine Arbeit!!!!!

Brixner
Brixner
Neuling
21 Tage 5 h

Wenn du nur 3 Monate gewarten hast dann geht es dir noch gut. Ich warte seit über 4 Monaten, aber das ist ja kein Problem denn unsere liebe Politik schaut schon auf uns. ops falsch gesagt, auf Ihnen selbst ! 5 stellige Beträge einstecken immer schön pünktlich und uns vierplappern es wird schon gehen und die hilfen kommen. Ja danke dann !!!!

Mac
Mac
Grünschnabel
21 Tage 14 h

Es sollte diese Beiträge kassien die ende des jahres keine bzw minimale gewinne machen und nicht jeder x belibige betrieb

knoflheiner
knoflheiner
Universalgelehrter
21 Tage 6 h

politiker…. losst die firmen olle orbeiten, wiea sie gewohnt warn, nocher tat man kuane hilfe brauchn.

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