Unterstützer erhalten tolle Microgreen-Pakete

Crowdfunding für regionales Superfood

Mittwoch, 03. Februar 2021 | 11:31 Uhr

Bozen – Der Junglandwirt Ulrich Kager produziert mit seinem selbst entwickelten Anbausystem versuchsweise Microgreens – mit Erfolg! Um die Produktion auszuweiten und mit seinen Mini-Kräutern auch in die Südtiroler Haushalte zu kommen, will Kager am elterlichen Hof in St. Pauls/Eppan eine neue „Vertical Farm“ errichten. Mitfinanziert werden soll die Innovation durch eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform „Crowdfunding Südtirol“. Die Unterstützer erhalten tolle Microgreen-Pakete.

Seit einigen Jahren experimentiert der Junglandwirt Ulrich Kager mit den Microgreens unterschiedlicher Gemüse- und Kräutersorten. Diese gesunden und dekorativen Mini-Kräuter wurden bisher aber fast ausschließlich an die gehobene Gastronomie verkauft. Zukünftig möchte Kager auch ein Angebot für die privaten Haushalte schaffen. Dazu wird der Junglandwirt gemeinsam mit seiner Familie eine neue „Vertical Farm“ am Leitnhof errichten. „Bei dieser besonderen Anbauform werden die Microgreens nicht im Freien und in Erde angebaut, sondern die Samen werden auf biologischen Schafwoll- und Hanfsubstraten in übereinanderliegenden Regalen im Inneren ausgesät. Schon nach wenigen Tagen erhält man die ersten Keimlinge, nach wenigen Wochen können die Microgreens geerntet werden. Dank der ‚Vertical Farm‘ können wir ganzjährig und in größerer Menge produzieren“, sagt Ulrich Kager.

Doch ein „vertikaler Bauernhof“ kostet. Die Crowdfunding-Kampagne auf „Crowdfunding Südtirol“ soll mithelfen, die Idee zu realisieren. „Mein Ziel ist es, bis zum Ende der Kampagne am 18. März 4.000 Euro zu sammeln.“

Für seine Unterstützer hat sich Kager besondere Dankeschön-Pakete einfallen lassen, bei denen der Genuss nicht zu kurz kommt. „In den unterschiedlichen Paketen sind unter anderem Kennenlernboxen mit einem Rezeptheft, ein ‚Microgreen & Wine Pairing‘, also eine Wein- und Mini-Kräuter-Verkostung in Zusammenarbeit mit der Kellerei St. Pauls, oder ein Microgreen-Menü im neuen Genussatelier Leitnhof am elterlichen Betrieb.“

Interessierte finden auf der Plattform „Crowdfunding Südtirol“ (www.openinnovation-suedtirol.it) mehr Informationen und können den Junglandwirt direkt unterstützen.

Mit seinen Microgreens liegt Ulrich Kager jedenfalls im Trend. Die Mini-Kräuter stammen aus regionalem Anbau, sind aromatisch und gesund. Sie sind älter als eine Sprosse aber jünger als eine Jungpflanze und geben jedem Gericht eine eigene würzige Note, jede Sorte bietet einen anderen Geschmack. Man kann sie als Salatbeigabe, in Suppen, Smoothies oder auf anderen Gerichten hervorragend nutzen. Auch ernährungstechnisch schneiden die Mini-Kräuter mit ihrem hohen Vitamingehalt und anderen Mikronährstoffen gut ab und man kann von einem heimischen Superfood sprechen. Dank ihrer charakteristischen Form fallen die Mini-Kräuter zudem sofort ins Auge.

Unterstützung bei der Umsetzung der Kampagne erhält Jungbauer Ulrich Kager von der Bauernbund-Abteilung Innovation & Energie und der Abteilung Innovation & Neue Märkte des lvh.apa – Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister. Ermöglicht wird die Crowdfunding-Kampagne durch das von der Provinz Bozen geförderte Projekt INNOKompass der Bauernbund-Abteilung Innovation & Energie.

Zu Crowdfunding:

Crowdfunding ist eine alternative Form der Finanzierung. Viele kleine Geldbeträge ergeben am Ende die Summe, die benötigt wird, um eine Idee umzusetzen. Als Gegenleistung der Finanzierung erhalten die Unterstützer Gutscheine mit unterschiedlichen Crowdfunding-Paketen. Nur wenn das Finanzierungsziel erreicht wird, gilt die Kampagne als erfolgreich und das Unternehmen erhält das gesammelte Geld.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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7 Kommentare auf "Crowdfunding für regionales Superfood"


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Fantozzi
Fantozzi
Superredner
1 Monat 5 Tage

ja ja olm fest bauern unterstitzen de kregen schun genua beitraege – schaug a mol a bauern mocht ca 3% Bil aus und kreg ca 30% beitraege – sell sog ols – 

Trina1
Trina1
Superredner
1 Monat 5 Tage

Fantozzi, mir isch liaber die Bauern kriagn die Beiträge als viele de unterstützt wearn weil sie zu faul sein zu orbeiten. Sell gibt es viele.

einervonvielen
einervonvielen
Superredner
1 Monat 5 Tage

4.000 Euro??? Wie groß wird denn das vertikale Gewächshaus….1*1*2h m?

Trina1
Trina1
Superredner
1 Monat 4 Tage

einervonvielen, isch sell deine grösste Sorge.Über die Jugend dauernd herziachn schun ober wia du sigsch gibt es brave kreative a no genua und de ghearn gfördert !

einervonvielen
einervonvielen
Superredner
1 Monat 4 Tage

@Trina…wo und wann zieh ich den über Jugendliche her?

Andreas1234567
Andreas1234567
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

Hallo nach Südtirol,

wünsche dem Jungbauern Glück, es ist durchdacht.
Schafwolle als Substrat statt Abfallprodukt, qualitatives nachhaltiges Kochen mit Kräutern liegt komplett im Trend.
Zu jedem Berghof gehört ein Kräutergarten, im Winter natürlich nicht..
Die Idee mit den hängenden Kräutergärten für die eigene Küche gibt es schon länger und solche Produkte werden um die 200 Euro feilgeboten.
Sucht mal nach hängende Kräutergärten und Küche..

Der Bedarf ist da und Jungbauern die sich neue Vermarktungsideen ausdenken sind keine Spinner, da ist Fachhintergrund vorhanden und es ist realistisch durchgerechnet.
Ist grad schwer, die Gastronomie fragt gerade kaum Kräuter nach, Gründe sind bekannt.

Gruss nach Südtirol

nnamretsuMxaM
1 Monat 4 Tage

Bravo 👏 Jung und Montiviert. Obr naaaa,wiedr ihre do in de wos sel jo a net passt🤦‍♂️Olls Teppn

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