Von: Redaktion Südtirol News
Bozen – Rund um den Welt-Alzheimertag am 21. September finden weltweit und auch in Südtirol zahlreiche Veranstaltungen statt, um über Demenz zu informieren, Vorurteile abzubauen und das Bewusstsein für die Situation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zu stärken.
Der Katholische Verband der Werktätigen (KVW) nimmt den Aktionstag zum Anlass, für mehr Verständnis, gesellschaftliche Teilhabe und Solidarität im Umgang mit Demenz zu werben.
Weltweit leben Millionen Menschen mit Demenz. Auch in Südtirol nimmt die Zahl der Betroffenen zu. Eine Heilung ist bislang nicht möglich. Umso wichtiger sind gute Betreuungs- und Entlastungsangebote sowie ein gesellschaftliches Umfeld, das Menschen mit Demenz und ihre Familien nicht alleinlässt.
„Demenz geht uns alle an. Eine demenzfreundliche Gesellschaft entsteht dort, wo Menschen nicht ausgegrenzt, sondern verstanden, angenommen und einbezogen werden. Jeder von uns kann dazu beitragen – mit Aufmerksamkeit, Geduld und Mitmenschlichkeit. Füreinander da zu sein, ist gerade bei Demenz wichtiger denn je“, betont der Vorsitzende der KVW Senioren, Dr. Christian Wenter.
Im Sinne seines Jahresmottos „FÜREINANDER – Solidarisch leben und handeln“ setzt sich der Verband dafür ein, Menschen mit Alzheimer und anderen Demenzformen nicht auf ihre Erkrankung zu reduzieren.
“Im Mittelpunkt sollen ihre Würde, ihre Fähigkeiten und ihre individuellen Bedürfnisse stehen. Demenz verändert das Leben der Betroffenen und ihrer Familien. Sie darf aber nicht dazu führen, dass Menschen aus dem gesellschaftlichen Leben verschwinden. Teilhabe, Begegnung und soziale Kontakte bleiben auch mit einer Demenzerkrankung wichtig. Dafür braucht es Verständnis im Alltag, Abbau von Berührungsängsten und mehr Wissen über die Erkrankung. Eine demenzfreundliche Gesellschaft zeigt sich dabei nicht nur in medizinischen und sozialen Angeboten, sondern auch im täglichen Miteinander: Wenn Nachbarn aufmerksam sind, im Geschäft geduldig reagiert wird, öffentliche Einrichtungen Rücksicht nehmen und Menschen mit Demenz weiterhin selbstverständlich dazugehören. Ebenso brauchen Angehörige, die oft über Jahre hinweg große Verantwortung übernehmen, Anerkennung, Unterstützung und Entlastung”, so der KVW.
„Menschen mit Demenz brauchen nicht in erster Linie Mitleid, sondern Respekt, Wertschätzung und die Möglichkeit, weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Ebenso brauchen Angehörige, die oft über Jahre hinweg eine große Verantwortung übernehmen, Anerkennung, Unterstützung und Entlastung“, unterstreicht Wenter. Der Welt-Alzheimertag erinnert daran: “Demenz ist keine reine Angelegenheit der Betroffenen und ihrer Familien. Sie ist eine gesellschaftliche Herausforderung, der wir nur gemeinsam begegnen können.”




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